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Version: 14.0

Grundlagen der IP-Adressierung

In diesem Abschnitt wird versucht, die Grundlagen der IP-Adressierung und weiteres Wissenswerte beim Aufbau von Netzwerken zur Lichtsteuerung ĂŒbersichtlich darzustellen.

IP-Adressen werden ĂŒblicherweise im Format w.x.y.z geschrieben, wobei w, x, y und z fĂŒr Zahlen zwischen 0 und 255 stehen; ein Beispiel wĂ€re etwa die Adresse 192.168.0.1. Jedes GerĂ€t in einem Netzwerk muss eine eindeutige (in diesem Netzwerk einmalige) IP-Adresse haben. Dies ist ein Ă€hnliches Konzept wie bei DMX, wo ebenfalls jedes GerĂ€t eine eindeutige Startadresse benötigt.

Einstellen der IP-Adresse#

Bei den Titan-Pulten gibt es eine Funktion, die ĂŒblichen IP-Adressen schnell einstellen zu können; siehe voriger Abschnitt.

Es empfiehlt sich, die IP-Adressen sĂ€mtlicher Pulte und angeschlossener GerĂ€te zu ĂŒberprĂŒfen. BerĂŒcksichtigen Sie, dass einige Art-Net-GerĂ€te feste Adressen im Bereich 2.x.x.x verwenden, so dass in diesem Fall das Pult und ggf. alle anderen GerĂ€te manuell auf eine Adresse im gleichen Bereich eingestellt werden mĂŒssen.

Subnet Masks - Subnetzmasken#

Diese sollten möglichst einfach gehalten werden. SĂ€mtliche GerĂ€te innerhalb eines Netzwerkes, die miteinander kommunizieren sollen, mĂŒssen auf die gleiche Subnetzmaske eingestellt sein. Diese Maske bestimmt, welcher Teil der IP-Adresse in diesem Netzwerk die eindeutige GerĂ€tebezeichnung darstellt. Ist ein bestimmter Teil der Subnetzmaske 0, so muss der entsprechende Teil der IP-Adresse fĂŒr jedes GerĂ€t eindeutig (einmalig) sein. Ist ein bestimmter Teil der Maske 255, so muss der betreffende Teil der IP-Adresse bei allen GerĂ€ten gleich sein.

Auswahl der IP-Adresse und Subnetzmaske#

Dies ist der komplizierteste Teil bei der Einrichtung eines Netzwerkes, da hierbei zu berĂŒcksichtigen ist, welche GerĂ€te und Protokolle im Netzwerk verwendet werden, und welche IP-Adressen frei vergeben werden oder bereits festgelegt sind. Im Folgenden sind einige beispielhafte Szenarien aufgefĂŒhrt. FĂŒr das Funktionieren kann keine Garantie ĂŒbernommen werden, doch wĂ€hlen Sie als Startwert am besten das Beispiel, welches Ihrem Netzwerk am nĂ€chsten kommt.

Titan-Pult und TNP, alle AusgÀnge Standard-DMX#

GerÀtIP-AdresseSubnetzmaske
Titan-Pult192.168.1.30255.255.255.0
TNP192.168.1.31255.255.255.0

Titan-Pult steuert GerĂ€te ĂŒber Art-Net (und ggf. ĂŒber DMX)#

GerÀtIP-AdresseSubnetzmaske
Titan-Pult2.100.100.100255.0.0.0
Art-Net-GerÀte2.x.y.z \*255.0.0.0

Alternativ:

GerÀtIP-AdresseSubnetzmaske
Titan-Pult10.100.100.100255.0.0.0
Art-Net-GerÀte10.x.y.z \*255.0.0.0

 \* Dabei sind die Kombinationen von x, y und z fĂŒr jedes GerĂ€t einmalig zu vergeben.

Titan-Pult und TNP, Ausgang ĂŒber Art-Net (und DMX)#

GerÀtIP-AdresseSubnetzmaske
Titan-Pult2.100.100.100255.0.0.0
TNP2.100.100.101255.0.0.0
Art-Net-GerÀte2.x.y.z \*255.0.0.0

Alternativ:

GerÀtIP-AdresseSubnetzmaske
Titan-Pult10.100.100.100255.0.0.0
TNP10.100.100.101255.0.0.0
Art-Net-GerÀte10.x.y.z \*255.0.0.0

 \* Dabei sind die Kombinationen von x, y und z fĂŒr jedes GerĂ€t einmalig zu vergeben.

Verwenden Sie niemals '255' an letzter Stelle der IP-Adresse; dies ist eine spezielle Adresse und wird nicht funktionieren.

Automatische IP-Adressvergabe (DHCP)#

Eine andere Möglichkeit ist die automatische IP-Adressvergabe per DHCP. DafĂŒr muss eins der GerĂ€te als sog. DHCP-Server eingerichtet sein, der anderen die passenden Einstellungen zuteilt.

Im Allgemeinen ist dies fĂŒr Netzwerke im Show-Bereich nicht zu empfehlen, insbesondere da etliche GerĂ€t damit nichts anfangen können. Schalten Sie daher jegliche DHCP-Funktion ab, oder adressieren Sie Ihre GerĂ€te in den Bereich, der von der automatischen Adressvergabe ausgenommen ist (lĂ€sst sich jeweils beim DHCP-Server einstellen).

Private IP-Adressbereiche#

Ist ihr Netzwerk mit dem Internet verbunden, so ist es wichtig, dass Sie einen 'privaten' IP-Adressbereich verwenden. Damit wird sichergestellt, dass der Netzwerkverkehr nicht ins Internet geroutet wird. Die privaten Adressbereiche sind folgende:

StartadresseLetzte AdresseSubnetzmaske
10.0.0.010.255.255.255255.0.0.0
172.16.0.0172.31.255.255255.255.0.0
192.168.0.0192.168.255.255255.255.255.0
FĂŒr Art-Net muss der Bereich 10.x.x.x verwendet werden.
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