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Version: 14.0

Erstellen von Paletten

Attribute zum Speichern in Paletten#

Obwohl ein Paletteneintrag mehrere oder alle Attribute eines GerĂ€ts beinhalten kann, ist es deutlich einfacher, mit getrennten Paletten zu arbeiten, so dass man etwa Paletten nur fĂŒr Positionen und andere Paletten nur fĂŒr Farben hat. Diese Vorgehens­weise wird durch getrennte Fenster fĂŒr Positions-, Farb- und Gobopaletten unterstĂŒtzt.

Beim Speichern einer Palette werden nur die im Programmierspeicher befindlichen Attribute (die seit dem letzten Clear verĂ€nderten Werte) verwendet. Zum Erstellen einer Farb-Palette stellen Sie einfach die gewĂŒnschte Farbe ein, ohne die anderen Attribute zu verĂ€ndern. Ebenso lassen sich Paletten mit Shapes und Pixelmapper-Effekten anlegen. Ferner werden auch Zeiten fĂŒr Attribute und GerĂ€te in den Paletten gespeichert, und es lassen sich sogar Paletten nur mit Zeiten - ohne Attributwerte - anlegen.

Sind mehrere Attribute im Programmierspeicher, so erstellen Sie eine Maske, mit der die zu speichernden Attribute ausgewÀhlt werden.

Paletten können Globale, gemeinsame (shared) oder normale (einzeln verwendete) Paletten sein:

  • Globale Paletten funktionieren mit allen GerĂ€tetypen (die diese Attribute physikalisch steuern können).
  • Shared Paletten speichern identische DMX-Werte fĂŒr alle GerĂ€te des gleichen Typs, *z.B. ‚Rot' fĂŒr alle Martin MAC2000*.
  • Normale Paletten wiederum speichern fĂŒr jedes GerĂ€t andere DMX-Werte, *etwa fast immer beim Programmieren von Positionen*.

Beim Verschmelzen (merge) von Paletten können auch Paletten entstehen, die sowohl globale, shared als auch normale Attribute enthalten.

Generell können nur Dimmer, Pan/Tilt und Colour global sein. Wird fĂŒr ein GerĂ€t mit Farbmischung eine globale Farb-Palette erzeugt, so werden Werte fĂŒr CMY und fĂŒr RGB sowie ein 'dynamischer' Wert fĂŒr GerĂ€te mit Farbrad gespeichert; mit letzterem wird dann versucht, die passendste Farbe auf dem Farbrad (bei GerĂ€ten mit festen Farben) auszuwĂ€hlen.

Mit der Benutzereinstellung "Minimum Palette Mode" kann festgelegt werden, dass auch beim Schnellspeichern Paletten immer als Shared oder Normal erstellt werden, auch wenn das Pult sie sonst als globale Palette speichern wĂŒrde.

Speichern einer Palette#

Recording Palettes

Zum Speichern einer Palette in eines der Palettenfenster gehen Sie wie folgt vor (werden die Palettenfenster nicht angezeigt, so klicken Sie auf den Workspace-Button Groups and Palettes):

  1. DrĂŒcken Sie Clear, um den Programmierspeicher zu löschen.

  2. WĂ€hlen Sie die GerĂ€te, fĂŒr die eine Palette gespeichert werden soll.

  3. Mit den Attribut-Tasten und RĂ€dern stellen Sie nun die gewĂŒnschten Werte ein.\ Es lassen sich einzelne oder alle Attribute in einer Palette speichern.

  4. DrĂŒcken Sie Record und dann Palette oder drĂŒcken Sie

    Palette und wÀhlen Record Palette.\ *Beim [Schnellspeichern von Paletten](#schnellspeichern) ist das nicht erforderlich, und auch die Maske muss nicht eingestellt werden.*
  5. Erstellen Sie die Palettenmaske; diese bestimmt, welche Attribute in der Palette gespeichert werden. WĂ€hlen Sie die zu speichernden Attribute mit den Attribut-Tasten: jedes mit einer leuchtenden LED gekennzeichnete Attribut ist zum Speichern vorgesehen. Set Mask und

    Record by dienen ebenfalls zum Einstellen der Maskierung (s.u.).
  6. Klicken Sie auf eine freie Paletten-SchaltflĂ€che zum Speichern (wĂ€hlen Sie stattdessen einen bereits mit einer Palette belegten Button, so gibt es weitere Optionen), oder vergeben Sie eine Nummer und drĂŒcken Sie Store.


  • Möchten Sie Paletten auf die Tasten des Pultes speichern, so drĂŒcken Sie ebenfalls Record und dann Palette: daraufhin leuchten alle noch freien Tasten auf, und zum Speichern muss einfach eine betĂ€tigt werden.

Recording a Palette menu

  • Das Pult legt die Palette automatisch als global, shared (gemeinsam genutzt) oder normal an (dazu wird ĂŒberprĂŒft, ob alle GerĂ€te gleichen Typs die gleichen Attributwerte haben). Diese Einstellung kann mit MenĂŒtaste C geĂ€ndert werden. Die Automatik ist weiter unten nĂ€her beschrieben.

  • Mit Set Mask lassen sich die in der Palette zu speichernden Attribute auswĂ€hlen. Ebenso können dazu die grauen Attribut-Tasten rechts auf dem Pult genutzt werden.\ Ist eine Attribut-Gruppe zum Speichern vorgesehen, so erscheint die entsprechende Funktionstaste invertiert (wie fĂŒr 'Colour' in Bild), und die LED der entsprechenden Attribut-Taste leuchtet. Beim Verwenden der Schnellspeicherfunktion wird die Maske automatisch erstellt, abhĂ€ngig vom Fenster, in dem die Palette gespeichert wird: Paletten im Fenster 'Positions' enthalten nur P, im Fenster 'Colours' nur C und im Fenster 'Gobos and Beams' nur IGBES. Wird die Palette hingegen mit Record gespeichert, muss die Maske manuell eingestellt werden.

  • Mit der Taste Attribute Options (auf neueren Pulten Options) können alle Attributgruppen zwischen 'Include' und 'Exclude' umgeschaltet werden.

Setting a mask for recording a palette

  • Record By... steuert, wie die erstellte Maske beim Speichern der Palette verwendet wird: - Channel in programmer - es werden nur KanĂ€le gespeichert, die sich im Programmierspeicher befinden (also vorher verĂ€ndert wurden) - Group in programmer speichert alle KanĂ€le in jeder Attribut-Gruppe, von der sich ein oder mehrere KanĂ€le im Programmierspeicher befinden. *Ist etwa ein Wert fĂŒr Cyan im Programmierspeicher, so werden sĂ€mtliche Einstellungen aller FarbkanĂ€le abgespeichert, auch wenn sie nicht im Programmierspeicher sind.* - Group in mask speichert sĂ€mtliche Werte fĂŒr alle in der Maske ausgewĂ€hlten Attribute - Mixed speichert Positionen und Farben als Attributgruppen, alle anderen KanĂ€le jedoch einzeln.
  • Das Pult vergibt automatisch eine Bezeichnung fĂŒr die Palette (außer die Benutzereinstellung Auto Legend wurde deaktiviert).

    • Bei Farb-Paletten werden die enthaltenen Farben angezeigt - sind mehrere enthalten, so werden verschiedenfarbige Streifen angezeigt.
    • Bei Gobo-Paletten werden die Gobos grafisch dargestellt, sofern das in der Personality hinterlegt ist (ggf. mĂŒssen die Personalities aktualisiert werden).
    • FĂŒr CITP-Paletten (von einem Medienserver) werden die ĂŒbertragenen Vorschaubilder angezeigt.
    • FĂŒr Pan und Tilt werden allgemeine Bezeichner vergeben.
    • FĂŒr alle anderen Attribute wird der zuletzt verĂ€nderte Wert angezeigt. Automatic Legends set for Colour Palettes
  • Ebenso kann man beim Speichern mit Provide a legend der Palette eine Bezeichnung geben. Zum spĂ€teren Ändern der Bezeichnung siehe Paletten beschriften und bemalen.

  • Wird eine Palette auf einen bereits belegten Speicherplatz gespeichert, so bietet das Pult die Optionen Cancel (Abbruch),

    Replace(Ersetzen) und Merge(Kombinieren). - Mit Replace wird die bisher gespeicherte Palette gelöscht und durch die neue ersetzt. - Bei der Wahl von Merge werden die beiden Paletten miteinander verschmolzen. - Quick Merge ist das Verschmelzen ausschließlich der Attribute, die bisher schon in der Palette enthalten sind.

    Damit lassen sich etwa einzelne Werte zu einer existierenden gemeinsam genutzten Palette hinzufĂŒgen, oder enthaltene Werte einfach verĂ€ndern. Wird die gewĂ€hlte Paletten-Auswahltaste erneut betĂ€tigt, erfolgt automatisch ein Quick Merge.

  • Wenn nicht explizit vorgegeben, wĂ€hlt das Pult automatisch, ob eine globale, shared oder normale Palette erzeugt wird: eine globale Palette wird gespeichert, wenn alle ausgewĂ€hlten GerĂ€te im Programmer die gleichen Werte haben und die Attribute fĂŒr globale Paletten verfĂŒgbar sind. Sind die Werte zwar gleich, die Attribute aber nicht fĂŒr globale Paletten geeignet, so wird eine shared Palette gespeichert. Sind einige Attribute fĂŒr global geeignet und einige nicht, so wird eine Palette mit den geeigneten Attributen als global und mit den anderen als shared gespeichert. Sind schließlich die Werte unterschiedlich, so wird eine normale Palette erstellt. Diese Automatik lĂ€sst sich mit der Benutzereinstellung Minimum Palette Mode ĂŒberschreiben bzw. deaktivieren.

Nested palettes -- VerknĂŒpfte Paletten#

Paletten können BezĂŒge auf andere Paletten enthalten. So kann z.B. eine Palette 'odd/even' erstellt werden, bei der die ungeraden GerĂ€te eine Farbe und die geraden GerĂ€te eine andere Farbe zugewiesen bekommen, wobei die konkreten Farben aus anderen (Master-) Paletten referenziert werden. Werden nun die Master-Paletten geĂ€ndert, so Ă€ndert sich die 'odd/even'-Palette entsprechend.

Die Option Record/Don't Record Nested Palettes im MenĂŒ "Record Palette" bestimmt, ob der Verweis auf die Masterpalette (Vorgabe) oder aber der jeweilige absolute Wert gespeichert werden soll.

Wurde eine Palette mit VerknĂŒpfungen zu anderen Paletten gespeichert, so lĂ€sst sich das Aufrufen der verknĂŒpften Paletten deaktivieren, so dass nur die direkt in der Palette gespeicherten Werte verwendet werden. Dies kann beim Updaten der verknĂŒpften Paletten sinnvoll sein.

  1. DrĂŒcken Sie Options.

  2. WĂ€hlen Sie die Palette..

  3. Auf dem Reiter Palette der Optionen deaktivieren Sie die Einstellung Fire Nested Palettes.

  4. Wird nun die Palette aufgerufen, so werden nur die direkt in dieser gespeicherten Werte verwendet, nicht aber die aus verknĂŒpften Paletten.

  • Der vorige Zustand lĂ€sst sich wieder herstellen, indem man die Option Fire Nested Palettes wieder aktiviert.

Schnellspeichern#

In den Paletten-Fenstern gibt es ebenso eine Schnellspeicher-Funktion. Dazu betĂ€tigen Sie einfach die gewĂŒnschte SchaltflĂ€che - diese wird daraufhin rot und zeigt ein + -Zeichen. Nun lĂ€sst sich eine Bezeichnung vergeben sowie die Maskierung Ă€ndern. Mit einer weiteren BetĂ€tigung der SchaltflĂ€che wird die Palette gespeichert.

Palette quick record

Beim Verwenden der Schnellspeicherfunktion wird die Attributmaske automatisch abhÀngig vom jeweiligen Fenster eingestellt; so werden im Fenster Positions nur Pan/Tilt-Werte (P), bei Colours nur Farben (C) und bei Gobos and Beams die anderen Attribute (IGBES) abgespeichert. Dies geschieht nicht beim Speichern mittels der Record-Taste.

Schnellspeichern funktioniert auch bei Gruppen und Arbeitsumgebungen (Workspaces).

Wird eine Show geladen, die auf einem Pearl Expert programmiert wurde, so lassen sich die dort auf die Tasten programmierten Paletten ĂŒber das Fenster Groups and Palettes erreichen, siehe Compatibility windows -- Die KompatibilitĂ€ts-Fenster.

Paletten beschriften und bemalen#

FĂŒr jede Palette lĂ€sst sich eine Beschriftung vergeben, die auf der Paletten-SchaltflĂ€che angezeigt wird.

  1. DrĂŒcken Sie im HauptmenĂŒ Set Legend.

  2. Klicken Sie auf die zu Àndernde Palette.

  3. Geben Sie die Bezeichnung mit der Tastatur ein.

  4. Schließen Sie die Eingabe mit Enter ab.

Auf den SchaltflĂ€chen wird die Palettennummer oben links angezeigt. Die enthaltenen Attribute (IPCGBES) werden unter der Beschriftung eingeblendet, etwa ein P fĂŒr Positions-Paletten. In der oberen rechten Ecke steht ein G fĂŒr eine globale, ein N fĂŒr eine  normale bzw. ein S fĂŒr eine Shared (gemeinsam genutzte) Palette.

Shared and normal palettes stored on a touch screen

Ebenso lassen sich Paletten bemalen, um etwa auf einen Blick die Farbe oder das Gobo zu erkennen. DrĂŒcken Sie dazu wiederum Set Legend, wĂ€hlen die Palette aus, und wĂ€hlen dann Picture - daraufhin öffnet sich der Picture-Editor:

Setting legend of palette using draw picture editor

Oben links gibt es Reiter fĂŒr die Bildschirmtastatur (damit wird aus der Bemalung wieder eine Beschriftung), zum freien Zeichnen, fĂŒr die Bilder-Bibliothek sowie zum Laden einer separaten Datei. Im Zeichenfeld hat man rechts Werkzeuge zur Auswahl von Stift oder Radierer, fĂŒr die StrichstĂ€rke und die Auswahl der Farbe. Clear löscht die ganze Zeichnung, Enter schließt den Zeichenvorgang ab und ĂŒbernimmt das Bild. Mit Min/Max oben rechts lĂ€sst sich der Editor verkleinern oder vergrĂ¶ĂŸern.

Bei Auswahl der Bibliothek kann man ein Bild aus einer großen Zahl vorgefertigter Zeichnungen verwenden. Die Vorlagen sind in verschiedene Kategorien (links) eingeteilt.

Setting legend of palette using Icon Library

Erstellen einer Effekt-Palette#

Paletten mit Shapes oder Pixelmapper-Effekten können sehr praktisch sein. (Keyframe-Shapes können allerdings nicht in Paletten gespeichert werden).

Dabei empfiehlt es sich, selektiv so vorzugehen, dass die Palette ausschließlich Effekt-Informationen enthĂ€lt; so wird dann z.B. eine Palette mit einem Circle-Effekt die GerĂ€te sich um den gerade aktuellen Pan/Tilt-Wert bewegen lassen. Dazu nutzen Sie entweder die Maskierung des FX-Attributs, oder Sie achten darauf, beim Speichern der Palette keine anderen Attributwerte in den Programmierspeicher zu schreiben.

  1. DrĂŒcken Sie Clear, wĂ€hlen Sie einige GerĂ€te aus, und drĂŒcken Sie

    Locate.\ *Sie können auch deren Position verÀndern, um das Ergebnis besser zu sehen*.
  2. DrĂŒcken Sie Shapes and Effects, dann Shape Generator, und starten Sie einen Shape.\ Siehe Shape Generator zum Erstellen von Shapes.

  3. Ändern Sie die Parameter des Shapes nach Belieben.

  4. DrĂŒcken Sie Record, dann Palette (Quick Record funktioniert nicht bei Shape-Paletten).

  5. Haben Sie in Schritt 1 die Position oder weitere Attribute verĂ€ndert, so drĂŒcken Sie Set Mask und deaktivieren alles außer FX.

  6. Klicken Sie auf eine PalettenschaltflÀche, um die Palette zu speichern.

Effekt-Paletten lassen sich nicht als Quick Palette verwenden. Es mĂŒssen immer Fixtures angewĂ€hlt sein, um eine Effekt-Palette anzuwenden.

Erstellen einer Palette mit Zeiten#

Es lassen sich Paletten erstellen, die ausschließlich Zeiten, aber keine Werte enthalten. Dies ist sinnvoll beim Speichern von Cues oder bei Zeiten fĂŒr einzelne Attribute, um die Zeit nicht jedes Mal neu eingeben zu mĂŒssen. Auch fĂŒr Zeiten gilt, dass Paletten beim Speichern als Referenz abgelegt werden: wird spĂ€ter die Zeit in der Palette geĂ€ndert, so wirkt sich das auf alle damit erstellten Cues aus.

  1. DrĂŒcken Sie Clear, wĂ€hlen Sie einige GerĂ€te aus, und drĂŒcken Sie

    Locate.\ *Sie können auch deren Position verÀndern, um das Ergebnis besser sehen zu können*.
  2. DrĂŒcken Sie TIME\ (auf frĂŒheren Pulten SET (Mobile/Sapphire) bzw. Next Time (Expert/Tiger)).

  3. Setzen Sie die Fadezeit auf 2 s. Damit wird dies als globale Fadezeit in den Programmierspeicher geschrieben.

  4. DrĂŒcken Sie Record, dann Palette.

  5. Haben Sie in Schritt 1 die Position oder weitere Attribute verĂ€ndert, so drĂŒcken Sie Set Mask und deaktivieren alles außer

    Time.
  6. Klicken Sie auf eine PalettenschaltflÀche, um die Palette zu speichern.

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