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Version: 13.0

Creating Palettes

Attribute zum Speichern in Paletten#

Obwohl ein Paletteneintrag mehrere oder alle Attribute eines Ger√§ts beinhalten kann, ist es deutlich einfacher, mit getrennten Paletten zu arbeiten, so dass man etwa Paletten nur f√ľr Positionen und andere Paletten nur f√ľr Farben hat. Diese Vorgehens¬≠weise wird durch getrennte Fenster f√ľr Positions-, Farb- und Gobopaletten unterst√ľtzt.

Beim Speichern einer Palette werden nur die im Programmierspeicher befindlichen Attribute (die seit dem letzten Clear ver√§nderten Werte) verwendet. Zum Erstellen einer Farb-Palette stellen Sie einfach die gew√ľnschte Farbe ein, ohne die anderen Attribute zu ver√§ndern. Ebenso lassen sich Paletten mit Shapes und Pixelmapper-Effekten anlegen. Ferner werden auch Zeiten f√ľr Attribute und Ger√§te in den Paletten gespeichert, und es lassen sich sogar Paletten nur mit Zeiten - ohne Attributwerte - anlegen.

Sind mehrere Attribute im Programmierspeicher, so erstellen Sie eine Maske, mit der die zu speichernden Attribute ausgewählt werden.

Paletten können Globale, gemeinsame (shared) oder normale (einzeln verwendete) Paletten sein:

  • Globale Paletten funktionieren mit allen Ger√§tetypen (die diese Attribute physikalisch steuern k√∂nnen).
  • Shared Paletten speichern identische DMX-Werte f√ľr alle Ger√§te des gleichen Typs, *z.B. ‚ÄöRot' f√ľr alle Martin MAC2000*.
  • Normale Paletten wiederum speichern f√ľr jedes Ger√§t andere DMX-Werte, *etwa fast immer beim Programmieren von Positionen*.

Beim Verschmelzen (merge) von Paletten können auch Paletten entstehen, die sowohl globale, shared als auch normale Attribute enthalten.

Generell k√∂nnen nur Dimmer, Pan/Tilt und Colour global sein. Wird f√ľr ein Ger√§t mit Farbmischung eine globale Farb-Palette erzeugt, so werden Werte f√ľr CMY und f√ľr RGB sowie ein 'dynamischer' Wert f√ľr Ger√§te mit Farbrad gespeichert; mit letzterem wird dann versucht, die passendste Farbe auf dem Farbrad (bei Ger√§ten mit festen Farben) auszuw√§hlen.

Mit der Benutzereinstellung "Minimum Palette Mode" kann festgelegt werden, dass auch beim Schnellspeichern Paletten immer als Shared oder Normal erstellt werden, auch wenn das Pult sie sonst als globale Palette speichern w√ľrde.

Speichern einer Palette#

Recording Palettes

Zum Speichern einer Palette gehen Sie wie folgt vor:

  1. Dr√ľcken Sie Clear, um den Programmierspeicher zu l√∂schen.

  2. W√§hlen Sie die Ger√§te, f√ľr die eine Palette gespeichert werden soll.

  3. Mit den Attribut-Tasten und R√§dern stellen Sie nun die gew√ľnschten Werte ein.\ Es lassen sich einzelne oder alle Attribute in einer Palette speichern.

  4. Dr√ľcken Sie Record und dann Palette oder dr√ľcken Sie

    Palette und wählen Record Palette.\ *Beim [Schnellspeichern von Paletten](#schnellspeichern) ist das nicht erforderlich, und auch die Maske muss nicht eingestellt werden.*
  5. Erstellen Sie die Palettenmaske; diese bestimmt, welche Attribute in der Palette gespeichert werden. Wählen Sie die zu speichernden Attribute mit den Attribut-Tasten: jedes mit einer leuchtenden LED gekennzeichnete Attribut ist zum Speichern vorgesehen. Set Mask und

    Record by dienen ebenfalls zum Einstellen der Maskierung (s.u.).
  6. Klicken Sie auf eine freie Paletten-Schaltfl√§che zum Speichern (w√§hlen Sie stattdessen einen bereits mit einer Palette belegten Button, so gibt es weitere Optionen), oder vergeben Sie eine Nummer und dr√ľcken Sie Store.


  • M√∂chten Sie Paletten auf die Tasten des Pultes speichern, so dr√ľcken Sie ebenfalls Record und dann Palette: daraufhin leuchten alle noch freien Tasten auf, und zum Speichern muss einfach eine bet√§tigt werden.

Recording a Palette menu

  • Das Pult legt die Palette automatisch als global, shared (gemeinsam genutzt) oder normal an (dazu wird √ľberpr√ľft, ob alle Ger√§te gleichen Typs die gleichen Attributwerte haben). Diese Einstellung kann mit Men√ľtaste C ge√§ndert werden. Die Automatik ist weiter unten n√§her beschrieben.

  • Mit Set Mask lassen sich die in der Palette zu speichernden Attribute ausw√§hlen. Ebenso k√∂nnen dazu die grauen Attribut-Tasten rechts auf dem Pult genutzt werden.\ Ist eine Attribut-Gruppe zum Speichern vorgesehen, so erscheint die entsprechende Funktionstaste invertiert (wie f√ľr 'Colour' in Bild), und die LED der entsprechenden Attribut-Taste leuchtet. Beim Verwenden der Schnellspeicherfunktion wird die Maske automatisch erstellt, abh√§ngig vom Fenster, in dem die Palette gespeichert wird: Paletten im Fenster 'Positions' enthalten nur P, im Fenster 'Colours' nur C und im Fenster 'Gobos and Beams' nur IGBES. Wird die Palette hingegen mit Record gespeichert, muss die Maske manuell eingestellt werden.

  • Mit der Taste Attribute Options (auf neueren Pulten Options) k√∂nnen alle Attributgruppen zwischen 'Include' und 'Exclude' umgeschaltet werden.

Setting a mask for recording a palette

  • Record By... steuert, wie die erstellte Maske beim Speichern der Palette verwendet wird: - Channel in programmer - es werden nur Kan√§le gespeichert, die sich im Programmierspeicher befinden (also vorher ver√§ndert wurden) - Group in programmer speichert alle Kan√§le in jeder Attribut-Gruppe, von der sich ein oder mehrere Kan√§le im Programmierspeicher befinden. *Ist etwa ein Wert f√ľr Cyan im Programmierspeicher, so werden s√§mtliche Einstellungen aller Farbkan√§le abgespeichert, auch wenn sie nicht im Programmierspeicher sind.* - Group in mask speichert s√§mtliche Werte f√ľr alle in der Maske ausgew√§hlten Attribute - Mixed speichert Positionen und Farben als Attributgruppen, alle anderen Kan√§le jedoch einzeln.
  • Das Pult vergibt automatisch eine Bezeichnung f√ľr die Palette (au√üer die Benutzereinstellung Auto Legend wurde deaktiviert). F√ľr Farb-Paletten werden die enthaltenen Farben angezeigt - sind mehrere enthalten, so werden verschiedenfarbige Streifen angezeigt. F√ľr CITP-Paletten (von einem Medienserver) werden die √ľbertragenen Vorschaubilder angezeigt. F√ľr alle anderen Attribute wird der zuletzt ver√§nderte Wert angezeigt. Nur f√ľr Pan und Tilt werden allgemeine Bezeichner vergeben. Automatic Legends set for Colour Palettes

  • Ebenso kann man beim Speichern mit Provide a legend der Palette eine Bezeichnung geben. Zum sp√§teren √Ąndern der Bezeichnung siehe Paletten beschriften und bemalen.

  • Wird eine Palette auf einen bereits belegten Speicherplatz gespeichert, so bietet das Pult die Optionen Cancel (Abbruch),

    Replace(Ersetzen) und Merge(Kombinieren). - Mit Replace wird die bisher gespeicherte Palette gelöscht und durch die neue ersetzt. - Bei der Wahl von Merge werden die beiden Paletten miteinander verschmolzen. - Quick Merge ist das Verschmelzen ausschließlich der Attribute, die bisher schon in der Palette enthalten sind.

    Damit lassen sich etwa einzelne Werte zu einer existierenden gemeinsam genutzten Palette hinzuf√ľgen, oder enthaltene Werte einfach ver√§ndern. Wird die gew√§hlte Paletten-Auswahltaste erneut bet√§tigt, erfolgt automatisch ein Quick Merge.

  • Wenn nicht explizit vorgegeben, w√§hlt das Pult automatisch, ob eine globale, shared oder normale Palette erzeugt wird: eine globale Palette wird gespeichert, wenn alle ausgew√§hlten Ger√§te im Programmer die gleichen Werte haben und die Attribute f√ľr globale Paletten verf√ľgbar sind. Sind die Werte zwar gleich, die Attribute aber nicht f√ľr globale Paletten geeignet, so wird eine shared Palette gespeichert. Sind einige Attribute f√ľr global geeignet und einige nicht, so wird eine Palette mit den geeigneten Attributen als global und mit den anderen als shared gespeichert. Sind schlie√ülich die Werte unterschiedlich, so wird eine normale Palette erstellt. Diese Automatik l√§sst sich mit der Benutzereinstellung Minimum Palette Mode √ľberschreiben bzw. deaktivieren.

Nested palettes -- Verkn√ľpfte Paletten#

Paletten k√∂nnen Bez√ľge auf andere Paletten enthalten. So kann z.B. eine Palette 'odd/even' erstellt werden, bei der die ungeraden Ger√§te eine Farbe und die geraden Ger√§te eine andere Farbe zugewiesen bekommen, wobei die konkreten Farben aus anderen (Master-) Paletten referenziert werden. Werden nun die Master-Paletten ge√§ndert, so √§ndert sich die 'odd/even'-Palette entsprechend.

Die Option Record/Don't Record Nested Palettes im Men√ľ "Record Palette" bestimmt, ob der Verweis auf die Masterpalette (Vorgabe) oder aber der jeweilige absolute Wert gespeichert werden soll.

Werden Paletten in Cues verwendet, so lassen sich Palettenverkn√ľpfungen deaktivieren mit Fire/Don't Fire Nested Palettes. Stellt man dies auf 'Don't Fire', so werden die verkn√ľpften Paletten stattdessen als feste Werte gespeichert, n√§mlich mit den Werten, die sie zu dem Zeitpunkt enthielten, als der Cue erstellt wurde. Damit wird dieser Cue nicht durch das √Ąndern der Masterpaletten beeinflusst.

Schnellspeichern#

In den Paletten-Fenstern gibt es ebenso eine Schnellspeicher-Funktion. Dazu bet√§tigen Sie einfach die gew√ľnschte Schaltfl√§che - diese wird daraufhin rot und zeigt ein + -Zeichen. Nun l√§sst sich eine Bezeichnung vergeben sowie die Maskierung √§ndern. Mit einer weiteren Bet√§tigung der Schaltfl√§che wird die Palette gespeichert.

Recoding a Workspace Layout

Beim Verwenden der Schnellspeicherfunktion wird die Attributmaske automatisch abhängig vom jeweiligen Fenster eingestellt; so werden im Fenster Positions nur Pan/Tilt-Werte (P), bei Colours nur Farben (C) und bei Gobos and Beams die anderen Attribute (IGBES) abgespeichert. Dies geschieht nicht beim Speichern mittels der Record-Taste.

Schnellspeichern funktioniert auch bei Gruppen und Arbeitsumgebungen (Workspaces).

Wird eine Show geladen, die auf einem Pearl Expert programmiert wurde, so lassen sich die dort auf die Tasten programmierten Paletten √ľber das Fenster Groups and Palettes erreichen, siehe Compatibility windows -- Die Kompatibilit√§ts-Fenster.

Paletten beschriften und bemalen#

F√ľr jede Palette l√§sst sich eine Beschriftung vergeben, die auf der Paletten-Schaltfl√§che angezeigt wird.

  1. Dr√ľcken Sie im Hauptmen√ľ Set Legend.

  2. Klicken Sie auf die zu ändernde Palette.

  3. Geben Sie die Bezeichnung mit der Tastatur ein.

  4. Schließen Sie die Eingabe mit Enter ab.

Auf den Schaltfl√§chen wird die Palettennummer oben links angezeigt. Die enthaltenen Attribute (IPCGBES) werden unter der Beschriftung eingeblendet, etwa ein P f√ľr Positions-Paletten. In der oberen rechten Ecke steht ein G f√ľr eine globale, ein N f√ľr eine ¬†normale bzw. ein S f√ľr eine Shared (gemeinsam genutzte) Palette.

Shared and normal palettes stored on a touch screen

Ebenso lassen sich Paletten bemalen, um etwa auf einen Blick die Farbe oder das Gobo zu erkennen. Dr√ľcken Sie dazu wiederum Set Legend, w√§hlen die Palette aus, und w√§hlen dann Picture - daraufhin √∂ffnet sich der Picture-Editor:

Setting legend of palette using draw picture editor

Oben links gibt es Reiter f√ľr die Bildschirmtastatur (damit wird aus der Bemalung wieder eine Beschriftung), zum freien Zeichnen, f√ľr die Bilder-Bibliothek sowie zum Laden einer separaten Datei. Im Zeichenfeld hat man rechts Werkzeuge zur Auswahl von Stift oder Radierer, f√ľr die Strichst√§rke und die Auswahl der Farbe. Clear l√∂scht die ganze Zeichnung, Enter schlie√üt den Zeichenvorgang ab und √ľbernimmt das Bild. Mit Min/Max oben rechts l√§sst sich der Editor verkleinern oder vergr√∂√üern.

Bei Auswahl der Bibliothek kann man ein Bild aus einer großen Zahl vorgefertigter Zeichnungen verwenden. Die Vorlagen sind in verschiedene Kategorien (links) eingeteilt.

Setting legend of palette using Icon Library

Erstellen einer Effekt-Palette#

Paletten mit Shapes oder Pixelmapper-Effekten können sehr praktisch sein. (Keyframe-Shapes können allerdings nicht in Paletten gespeichert werden).

Dabei empfiehlt es sich, selektiv so vorzugehen, dass die Palette ausschließlich Effekt-Informationen enthält; so wird dann z.B. eine Palette mit einem Circle-Effekt die Geräte sich um den gerade aktuellen Pan/Tilt-Wert bewegen lassen. Dazu nutzen Sie entweder die Maskierung des FX-Attributs, oder Sie achten darauf, beim Speichern der Palette keine anderen Attributwerte in den Programmierspeicher zu schreiben.

  1. Dr√ľcken Sie Clear, w√§hlen Sie einige Ger√§te aus, und dr√ľcken Sie

    Locate.\ *Sie können auch deren Position verändern, um das Ergebnis besser zu sehen*.
  2. Dr√ľcken Sie Shapes and Effects, dann Shape Generator, und starten Sie einen Shape.\ Siehe Shape Generator zum Erstellen von Shapes.

  3. √Ąndern Sie die Parameter des Shapes nach Belieben.

  4. Dr√ľcken Sie Record, dann Palette (Quick Record funktioniert nicht bei Shape-Paletten).

  5. Haben Sie in Schritt 1 die Position oder weitere Attribute ver√§ndert, so dr√ľcken Sie Set Mask und deaktivieren alles au√üer FX.

  6. Klicken Sie auf eine Palettenschaltfläche, um die Palette zu speichern.

Effekt-Paletten lassen sich nicht als Quick Palette verwenden. Es m√ľssen immer Fixtures angew√§hlt sein, um eine Effekt-Palette anzuwenden.

Erstellen einer Palette mit Zeiten#

Es lassen sich Paletten erstellen, die ausschlie√ülich Zeiten, aber keine Werte enthalten. Dies ist sinnvoll beim Speichern von Cues oder bei Zeiten f√ľr einzelne Attribute, um die Zeit nicht jedes Mal neu eingeben zu m√ľssen. Auch f√ľr Zeiten gilt, dass Paletten beim Speichern als Referenz abgelegt werden: wird sp√§ter die Zeit in der Palette ge√§ndert, so wirkt sich das auf alle damit erstellten Cues aus.

  1. Dr√ľcken Sie Clear, w√§hlen Sie einige Ger√§te aus, und dr√ľcken Sie

    Locate.\ *Sie können auch deren Position verändern, um das Ergebnis besser sehen zu können*.
  2. Dr√ľcken Sie TIME\ (auf fr√ľheren Pulten SET (Mobile/Sapphire) bzw. Next Time (Expert/Tiger)).

  3. Setzen Sie die Fadezeit auf 2 s. Damit wird dies als globale Fadezeit in den Programmierspeicher geschrieben.

  4. Dr√ľcken Sie Record, dann Palette.

  5. Haben Sie in Schritt 1 die Position oder weitere Attribute ver√§ndert, so dr√ľcken Sie Set Mask und deaktivieren alles au√üer

    Time.
  6. Klicken Sie auf eine Palettenschaltfläche, um die Palette zu speichern.

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