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Version: 14.0

Erstellen eines Cues

Arbeitsweise des Pultes beim Programmieren#

Sobald ein oder mehrere Dimmer/Ger√§te zum Steuern ausgew√§hlt werden, werden diese in den Programmer geladen. Nun lassen sich mit den Encodern (Wheels) und Paletten die Einstellungen der Ger√§te ver√§ndern; ebenso lassen sich Effekte anwenden. Alle so vorgenommenen √Ąnderungen werden im Programmer gespeichert.

Auch die Reihenfolge der Auswahl der Geräte wird dort gespeichert und ggf. etwa bei Effekten und beim Überblenden (Geräte-Überlappung/Fixture Overlap) verwendet.

Beim Speichern des Cues wird schließlich der Inhalt des Programmierspeichers in das Playback geschrieben. Dabei wird der Inhalt des Programmers gespeichert, nicht der komplette Output des Pultes. Siehe der folgende Abschnitt zu den Record Modes (Speichermodi).

Wird ein anderes Ger√§t angew√§hlt, nachdem bereits √Ąnderungen vorgenom¬≠men wurden, wird die aktuelle Ger√§teliste im Programmer geleert und eine neue begonnen, wobei die vorgenommenen √Ąnderungen im Programmer verbleiben.

Das Bet√§tigen der Taste Clear (bei den Zifferntasten) l√∂scht den Programmierspeicher. Damit stellt man sicher, dass beim weiteren Programmieren keine Ger√§te beeinflusst werden, die man nicht ver√§ndern will. Auch beim Beenden des Programmierens empfiehlt sich der Druck auf die Clear-Taste, da s√§mtliche Attribute im Programmierspeicher die Einstellungen der Playbacks sonst √ľberlagern.

Geräte, die aktuell im Programmspeicher sind, werden auf den Geräte-Schaltflächen in einem mittleren Blau dargestellt. Attribute im Programmierer (also die geänderten Einstellungen) werden in der Attribut-Anzeige in Cyan dargestellt.

Beim Abrufen eines Cues werden dessen Werte nicht in den Programmierspeicher √ľbernommen (das l√§sst sich jedoch durch die Include-Function erreichen; ebenso kann per 'Record Stage' der komplette Output gespeichert werden).

Anlegen eines Cues#

Creating a Cue
  1. Dr√ľcken Sie Clear, um den Programmierspeicher zu leeren.\ Damit wird eine saubere Arbeitsumgebung sichergestellt.

  2. Stellen Sie das gew√ľnschte Bild ein. Dabei k√∂nnen auch Shapes verwendet werden. Bedenken Sie, dass nur die von Ihnen angew√§hlten Ger√§te bzw. ver√§nderten Attribute im Cue gespeichert werden (je nach Speichermodus).

  3. Betätigen Sie die Taste Record (Record Cue auf älteren Pulten).

  4. Dr√ľcken Sie die Swop-Taste eines freien Playbacks; freie Speicherpl√§tze werden durch blinkende LEDs angezeigt. Ebenso l√§sst sich ein Cue auf eine Schaltfl√§che im Fenster 'Playbacks' speichern.

  5. Dr√ľcken Sie Clear, um den Programmierspeicher zu leeren.

Wissenswerte Dinge zum Speichern von Cues:

  • Cues k√∂nnen auf die Fader, auf Macro/Executor-Tasten sowie auf Schaltfl√§chen im Fenster 'Playbacks' gespeichert werden.

  • Die Men√ľtaste Record Mode bietet folgende Optionen:

    • Record By Fixture - Speichern pro Ger√§t - alle Attribute der Ger√§te, die angew√§hlt oder ver√§ndert wurden, werden gespeichert
    • Record By Channel - Speichern pro Kanal - nur die ver√§nderten Attribute werden gespeichert
    • Record Stage - gesamtes Bild speichern: s√§mtliche Ger√§te mit nicht geschlossenem Dimmer werden gespeichert
    • ¬†Quick Build - siehe n√§chster Abschnitt
  • Record By Channel ist empfehlenswert, wenn mehrere Cues √ľbereinandergelegt werden sollen, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.
  • Soll eine Vielzahl von Cues gespeichert werden, so l√§sst sich mit der Taste Menu Latch das 'Record Cue'-Menu einrasten und dauerhaft aktiv halten. Ein weiteres Bet√§tigen von Menu Latch verl√§sst diesen Modus wieder.

  • Unten im Bildschirm wird eine Bezeichnung des jeweiligen Cues angezeigt. Um diese einzustellen, dr√ľcken Sie Set Legend, dann die jeweilige Swop-Taste des entsprechenden Playbacks, und geben die Bezeichnung √ľber die Tastatur ein oder machen eine Skizze auf dem Bildschirm. Beenden Sie die Eingabe mit Enter. Handelt es sich um einen Speicherplatz ohne zugeh√∂rigen Bildschirmbereich - etwa nur eine Taste - so bezeichnen Sie diesen auf hergebrachte Art mit Tape und Stift.

Playbacks stored on playback faders

  • Das Fenster 'Static Playbacks' zeigt die Belegung der Macro-/Exekutor-Tasten sowie - auf dem Tiger Touch - der 10 festen Fader.

Quick Build -- Cues schnellspeichern#

Stellt man Record Mode auf Quick Build, so lassen sich Cues aus bereits programmierten Cues und Paletten erstellen (wie auch per Include).

Nach dem Aktivieren von Quick Build wartet das Pult auf die Auswahl von Speicherplätzen und Paletten.

Sollen nur einige der Lampen aus einem Speicherplatz/einer Palette verwendet werden, wählen Sie zuerst die Geräte aus, und klicken dann auf das Playback/die Palette.

Dr√ľcken Sie OK, wenn alle erforderlichen Playbacks/Paletten aufgerufen wurden.

Verwenden von Shapes und Effekten in Cues#

Erwartungsgemäß werden auch sämtliche aktivierten Shapes und Pixel-Effekte als Teil des Cues abgespeichert.

Ebenso k√∂nnen Sie einen Shape ohne Basiswerte speichern; ein Cue wie dieser kann gemeinsam mit anderen Cues abgerufen werden, √ľberlagert dann die dort abgespeicherten Werte/Shapes und ergibt vielf√§ltige Kombinationsm√∂glichkeiten. Zum Speichern eines solchen Cues nutzen Sie den Modus Record by Channel sowie die 'Off'-Funktion, um die anderen Attribute aus dem Programmierspeicher zu entfernen.

Blind-Modus#

Im Blind-Modus lassen sich √Ąnderungen an der Programmierung vornehmen, ohne dabei die aktuellen Ausgangssignale zu ver√§ndern; damit lassen sich etwa w√§hrend einer laufenden Show noch 'unsichtbar' Korrekturen vornehmen. Diese k√∂nnen gleichwohl im Visualiser zur Kontrolle angezeigt werden.

Zum Aktivieren des Blind-Modus dr√ľcken Sie auf die Taste Blind (auf √§lteren Pulten ohne diese Taste halten Sie die AVO-Taste gedr√ľckt und w√§hlen die Option Blind; damit k√∂nnen Sie zwischen Active und Inactive umschalten).

Sollen nur einzelne Speicherpl√§tze z.B. im Visualiser kontrolliert werden, ohne auf die B√ľhne 'rauszugehen', so k√∂nnen sie per [Playback Options] in den Blind-Modus geschaltet werden, oder man h√§lt Blind gedr√ľckt und dr√ľckt/klickt auf das jeweilige Playback. Wiederholt man das, so wird das Playback wieder ‚ÄöLive'.

Die im Blind-Modus vorgenommenen Einstellungen lassen sich in den Live-Modus her√ľberfaden: dazu tippen Sie mit den Zifferntasten eine Zeit (in Sekunden) ein und dr√ľcken dann Blind. Damit k√∂nnen z.B. mehrere Paletten auf einmal abgerufen werden; oder Sie bereiten Blind einen neuen Look vor und rufen diesen ab, ohne erst einen Cue programmieren zu m√ľssen.

Attribut-Speichermaske bei Cues#

Beim Speichern von Cues l√§sst sich eine Maske erstellen, mit der die zu speichernden Attribute festgelegt werden. Dies funktioniert genauso wie beim Speichern von Paletten. Dr√ľcken Sie Record und w√§hlen die Option Set Mask. W√§hlen Sie nun die zu speichernden Attribute mit den Attribut-Tasten.

Cues zu Chasern/Cuelisten umwandeln#

Bestehende Cues lassen sich ganz einfach zu Chasern oder Cuelisten umwandeln, indem man einen weiteren Cue hinzuf√ľgt und die entsprechende Option w√§hlt. Nehmen Sie die gew√ľnschten Einstellungen (f√ľr den zweiten Step) vor, dr√ľcken Sie Record, gefolgt von der blauen Taste des bereits bestehenden Cues. W√§hlen Sie nun die Option

Convert to Chase (oder Cue List). Damit wird der bestehende Cue Cue 1, der neu gespeicherte Cue wird Cue 2.
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