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Version: 13.0

Using a Cue

Da eine Vielzahl von Cues/Chasern gleichzeitig abgerufen werden kann, folgt das Pult bestimmten Regeln zur Kombination der aufgerufenen Werte verschiedener Cues. Diese werden als HTP- und LTP-Regeln bezeichnet.

HTP und LTP#

SteuerkanÀle können auf zwei Weisen verwaltet werden:

  • Dimmer und HelligkeitskanĂ€le arbeiten nach dem Prinzip 'der höchste Wert hat PrioritĂ€t' (Highest Takes Precedence, HTP). Ist ein HTP-Kanal mit verschiedenen Werten in mehreren Cues aktiv, so wird der höchste Wert ausgegeben. Wird ein Cue ausgeblendet, so werden die zugehörigen HTP-KanĂ€le ausgeblendet.

  • Alle anderen KanĂ€le arbeiten nach dem Prinzip 'der letzte Wert hat PrioritĂ€t' (Latest Takes Precedence, LTP). Die letzte/neueste Änderung ĂŒberschreibt alle vorherigen Werte, folglich wird der Wert des zuletzt aufgerufenen Cues ausgegeben. Beim Ausblenden eines Cues behalten LTP-KanĂ€le ihren Wert, bis dieser durch einen anderen Cue ĂŒberschrieben wird.

Abrufen eines Cues#

Zum Aufrufen eines Cues bewegen Sie den jeweiligen Regler (betĂ€tigen Sie die Clear-Taste, um sicherzustellen, dass sich keine Werte im Programmierspeicher befinden, da diese ansonsten die Werte der Playbacks ĂŒberschreiben wĂŒrden).

  • Es lassen sich mehrere Cues gleichzeitig abrufen.

  • Die Werte der HTP-KanĂ€le werden durch den Regler beeinflusst; wird dieser etwa auf 50% gestellt, so zeigen alle HTP-KanĂ€le 50% ihres jeweils programmierten Wertes.

  • LTP-KanĂ€le werden getriggert, sobald der Regler ĂŒber 0% bewegt wird. Ist eine Überblendzeit programmiert, so beginnen die LTP-KanĂ€le mit der Überblendung; ist keine solche hinterlegt, so wechseln die KanĂ€le sofort zu der neuen Einstellung (außer falls der Cue auf ‚Mode 2' gestellt ist; siehe Fader Modes).

  • Cues lassen sich ebenso mit der grauen Flash-Taste aufrufen (werden auf 100% geschaltet und zum sonstigen Ausgang addiert). Eine Solo-Funktion ergibt sich mit der blauen Swop-Taste (alle anderen aktiven Cues werden ausgeblendet). 'Flash' und 'Swop' funktionieren nur, sofern nicht ein anderes Funktionsprofil fĂŒr die Tasten hinterlegt ist, siehe Tastenprofile/Key Profiles.

  • Cues lassen sich vorab laden, indem die Preload-Funktion der grauen oder blauen Taste per Tastenprofil/Key Profile zugewiesen wird. 'Vorab laden' (Preload) stellt die Attribute nicht anderweitig aktiver GerĂ€te auf die Werte des Cues ein, um zu verhindern, dass spĂ€ter unerwĂŒnschte Schwenks, Gobo- oder Farbwechsel wĂ€hrend des Aufrufs des Cues sichtbar sind. Zum Zuweisen der 'Preload'-Funktion halten Sie die AVO-Taste und drĂŒcken Edit Key Profile, anschließend drĂŒcken Sie die Taste, die Sie Ă€ndern möchten (siehe Tastenprofile/Key Profiles). BerĂŒcksichtigen Sie, dass diese Einstellung dann ggf. fĂŒr sĂ€mtliche Tasten dieses Typs gilt.

  • Einzelne Cues lassen sich auch mittels Tasten mit ihrem Timing starten, indem man der entsprechenden Taste das Tastenprofil/Key Profile "Go" zuweist. Die Taste muss nicht gedrĂŒckt gehalten werden, um das Fade-In zu Ende zu fĂŒhren. Der gleiche Cue kann mehrfach gestartet werden, ohne ihn zu releasen.

  • Wenn einzelne Playbacks nicht durch andere Playbacks fĂŒr die gleichen GerĂ€te ĂŒberlagert werden sollen, so geben Sie dem Playback eine höhere PrioritĂ€t. Wenn z.B. ein paar Movinglights sowohl als Rednerlicht als auch als Effektlicht eingesetzt sind, so können Sie dem Rednerlicht-Playback eine höhere PrioritĂ€t geben. Siehe Priority in Playback Options.

Wechsel der Playback-Seiten#

Die Playback-Seiten lassen sich mit den Tasten 'Page+1' und 'Page-1' neben den Fadern sowie mit dem obere und unteren Bereich der Walzen-SchaltflÀche im Display umschalten. Ebenso kann man in die Mitte der Walzen-SchaltflÀche klicken und eine Seitennummer eingeben.

Wurden Cues auf den SchaltflÀchen gespeichert, so lassen sich die Seiten mit den 'Pages'-SchaltflÀchen im 'Playbacks'-Fenster wÀhlen.


Die Benutzereinstellung Playback Paging bestimmt ĂŒber das Verhalten der Playbacks, wenn bei aktivierten Fadern die Playback-Seiten umgeschaltet werden:

Pulte ohne Motorfader#

  • Aktuell aufgerufene Cues bleiben beim Seitenwechsel normalerweise aktiviert (Playback Paging: Always Hold). Soll ein Cue aufgerufen werden, der sich auf einem Fader befindet, der von einer vorherigen Seite bereits aktiviert ist, so bewegen Sie diesen auf 0 und aktivieren ihn wieder. Der vorherige Cue wird damit gestoppt, und der neue aufgerufen. Jeder Fader kann somit stets nur auf einer Seite aktiv sein.

  • Schaltet man die Einstellung dagegen auf Never Hold, dann kann jeder Fader auf mehreren Seiten unabhĂ€ngig voneinander aktiv sein. Kehren Sie zu einer Seite zurĂŒck, von der bereits vorher ein Regler aktiv ist, so erhĂ€lt dieser erst wieder die Kontrolle, sobald er auf dem bereits aktiven Wert steht; damit werden SprĂŒnge bei der ersten Reglerbewegung verhindert. Ist ein Playback-Regler auf einer anderen Seite aktiviert, so wird das in pink angezeigt und die Seitennummer eingeblendet.

  • Die Einstellung Normal bezieht sich auf den Vorgabewert, also bei Pulten ohne Motorfader 'Always Hold'.

Pulte mit Motorfadern#

  • Voreinstellung: Never Hold. Cues bleiben beim Seitenwechsel aktiv, aber die Fader sind der neuen Seite zugeordnet. Zum Deaktivieren eines Cues von einer anderen Seite muss man auf diese zurĂŒckwechseln und den Fader auf 0 ziehen. Ist ein Playback-Regler auf einer anderen Seite aktiviert, so wird das in pink angezeigt und die Seitennummer eingeblendet.
  • Wechselt man die Einstellung auf Always Hold, so wird das von Pulten ohne Motorfader bekannte Verhalten aktiviert, und jeder Fader kann nur auf einer Seite aktiv sein.
  • Die Einstellung Normal bezieht sich auf den Vorgabewert, also bei Pulten ohne Motorfader 'Never Hold'.

  • FĂŒr jede Playbackseite lĂ€sst sich eine Bezeichnung vergeben. Die Bezeichnung wird auf der auf der virtuellen Walze angezeigt. Zum Vergeben der Bezeichnung nutzen Sie im HauptmenĂŒ Set Legends, dann [Page Legends]. Solange man sich in diesem MenĂŒ befindet, lassen sich fĂŒr mehrere Seiten Bezeichnungen vergeben.

  • Die festen Playbacks bzw. Executor-Tasten (sofern jeweils vorhanden) lassen sich mittels Makros ebenfalls umschalten. Die betreffenden Makros sind Teil der Personality-Bibliothek. Sollten die erforderlichen Makros auf Ihrem Pult nicht zur VerfĂŒgung stehen, so aktualisieren Sie zunĂ€chst die Personalities (und damit auch die Makros).

Anzeigen der aktuell laufenden Playbacks#

Im Fenster 'Active Playbacks' werden die aktuell laufenden Playbacks angezeigt. Insbesondere wenn mehrere Playbacks auf mehreren Seiten gestartet wurden, hat man damit einen schnellen Überblick, welche Cues gerade aktiv sind, wo sie gestartet wurden und welche Attribute dadurch gesteuert werden. Zum Aufrufen dieses Fensters wĂ€hlen Sie View/Open, [Open Workspace Window], Active Playbacks.

Active Playbacks Window

Klickt man eine der SchaltflÀchen an, so wird das betreffende Playback sofort deaktiviert (gekillt). BetÀtigt man Playback Options, gefolgt von einer der Playback-SchaltflÀchen, so kann man die jeweiligen Parameter Àndern.

Master fĂŒr Speed (Geschwindigkeit) und Size (GrĂ¶ĂŸe)#

Die einzelnen Playbacks lassen sich verschiedenen Speed- und Size-Masterreglern zuweisen; damit kann man das Tempo und die GrĂ¶ĂŸe von enthaltenen Shapes und Effekten zentral steuern, oder - im Fall von Chasern - direkt das Chase-Tempo beeinflussen. Das ist sehr nĂŒtzlich, um mehrere gleichzeitig laufende Cues gemeinsam zu steuern.

Fader können aber auch GrĂ¶ĂŸe und Tempo der 'eigenen', also in diesem Cue gespeicherten Effekte steuern. Dies wird ĂŒber die Playback-Optionen eingestellt, siehe Fader Settings

Speed- und Size-Master sind detailliert beschrieben in Speed and Size Masters.

Freigeben (Release) laufender Playbacks#

Ein aktuell laufendes Playback lĂ€sst sich freigeben (releasen), indem man die Taste Release (auf dem Pearl Expert: Off) drĂŒckt, gefolgt von der Auswahltaste des Playbacks. Damit kehren die betreffenden KanĂ€le auf Ihre Werte vor Starten des Playbacks, auf das zuletzt aktive Playback, zurĂŒck. Ist die Option Release to Home im Release-MenĂŒ aktiviert, erfolgt das Release nach und nach bis zum Einschaltzustand des Pultes (kann programmiert werden, siehe nĂ€chster Abschnitt). Ist die Option nicht aktiviert, so erfolgt das Release bis zum letzten Playback. Um alle Playbacks zu releasen, drĂŒcken Sie

Release und wĂ€hlen aus dem MenĂŒ Release all playbacks.

Es ist auch möglich, per Tastenprofil/Key Profiles die graue oder blaue Taste mit der Funktion ‚Release' zu belegen.

Das Freigeben erfolgt stets mit einer Überblendzeit. Deren Vorgabewert sind 2s, dies kann im Release-MenĂŒ ‚(Release gedrĂŒckt halten) unter

Master Release Time geÀndert werden. Ferner kann man jedem Playback eine individuelle Relese-Zeit zuweisen ([Tab "Release"](/de/docs/13.0/cues/playback-options#playback-options----tab-release) der Playback-Optionen).
  • Um einen einzelnen Cue zu deaktivieren (‚Kill'), drĂŒcken Sie gleichzeitig die AVO-Taste und die Swop-Taste des Cues.

  • Man kann eine Maske definieren, die bestimmt, welche Attribute released werden sollen, wenn das Playback deaktiviert (killed) wird. Dazu dient die Option Release Mask in den Playback Options. Normalerweise bleiben alle Attribute auf den im Cue gespeicherten Werten. Insbesondere fĂŒr Cues mit Strobes und Effekten wird man das gelegentlich Ă€ndern wollen.

Playbacks seitenweise releasen#

Es können auch mehrere Playbacks auf einmal released werden. DrĂŒcken Sie dazu Release und Goto Page, oder Release und die aktuelle Seite (auf der Playback-Walze). Es gibt folgende Optionen:

Release This Page released alle aktiven Playbacks der aktuellen Seite und Fadergruppe.Release Playbacks Not On This Page released alle Playbacks, die momentan von anderen Seiten aus in dieser Fadergruppe aktiv sind - besonders zweckmĂ€ĂŸig, um Playbacks zu releasen, die auf anderen Seiten auf dem gleichen Fader aktiv sind.Release All Playbacks In This Group released alle Playbacks in der jeweiligen Fadergruppe.
"Fader Group" (Fadergruppe) bedeutet hier den jeweiligen Bereich von Fadern auf dem Pult, der getrennt Seiten wechseln kann. So sind etwa die 10 Fader unterhalb des Displays auf dem Arena bzw. dem Tiger Touch eine Gruppe. Die 15 oberen sowie die 15 unteren Fader auf dem Tiger Touch Faderwing bzw. links auf dem Arena sind zwei weitere getrennte Fadergruppen.

Release Mask (Release einzelner Attribute)#

Mit der Release-Maske lassen sich einzelne Attribute, und GerĂ€te releasen sowie GerĂ€te aus Shapes entfernen. Es gibt eine globale Release-Maske, die generell gilt, sofern nicht fĂŒr einzelne Cues eine individuelle Einstellung getroffen wurde.

Globale Release-Maske#

Ist fĂŒr den Cue keine separate Maske erstellt worden, so erfolgt das Release gemĂ€ĂŸ der globalen Release-Maske. Die Vorgabe ist, dass keine Attribute released werden.

Um die Maske zu Ă€ndern, drĂŒcken Sie die Tastet Release und klicken auf Global Release Mask. Auf der SchaltflĂ€che der Funktionstaste wird angezeigt, welche Attribute momentan angewĂ€hlt sind.

Global Release Mask

Lokale (individuelle) Release-Maske#

Um fĂŒr das jeweilige Playback eine bestimmte Maske einzustellen, klicken Sie auf Playback Options und wĂ€hlen das betreffende Playback aus. Dann wĂ€hlen Sie Release Mask. Ist diese auf Mask Source Global eingestellt, so klicken Sie nochmals darauf; daraufhin wechselt die Anzeige zu Mask Source Local.

Werte fĂŒr Release / Power On programmieren#

Der Status, auf den die Lampen/GerĂ€te beim Einschalten des Pultes gesetzt werden bzw. zu dem sie nach dem Releasen aller Playbacks zurĂŒckkehren, lĂ€sst sich getrennt programmieren. So kann es sinnvoll sein, dafĂŒr ein Grundlicht auf der BĂŒhne einzustellen.

Es lassen sich sowohl shared (gemeinsam genutzte) als auch individuelle Werte pro GerÀt einstellen. Werden shared Werte gespeichert, so muss das

  • wie bei Paletten - nur fĂŒr ein GerĂ€t gemacht werden und gilt dann fĂŒr alle Lampen dieses GerĂ€tetyps. Individuelle Werte dagegen gelten jeweils nur fĂŒr das einzelne GerĂ€t.
  1. Nehmen Sie die gewĂŒnschten Einstellungen vor

  2. DrĂŒcken Sie Record, dann Release.

  3. WĂ€hlen Sie Shared values oder Individual values.

  4. Klicken Sie die Funktionstaste Record.

  5. Damit werden die Release-Werte gespeichert.

Zum Testen starten Sie ein oder mehrere Playbacks und releasen diese (Release sowie die jeweiligen Playbacks). Die GerĂ€te sollten auf die programmierten Release-Werte zurĂŒckkehren.

Deaktivieren einzelner GerÀte mit Off#

Einzelne GerĂ€te und Attribute können ĂŒber das Off-MenĂŒ deaktiviert werden. Damit bleiben die Werte zwar im Playback enthalten, werden aber nicht abgerufen. Die programmierten Werte verbleiben dabei im Playback und können in der Playback-Ansicht wieder auf On geschaltet, also aktiviert werden.

Dazu drĂŒcken Sie die Taste Off, dann die Select-Taste des Playbacks. WĂ€hlen Sie die betreffenden GerĂ€te aus, stellen Sie im MenĂŒ die Attributmaske ein, und klicken Sie auf Off, um wie gewĂŒnscht Attribute/GerĂ€te/Shapes Off zu schalten.

Auf Titan-Pulten mit Release und Off auf der gleichen Taste wĂŒrde dies zum Releasen fĂŒhren. DrĂŒcken Sie stattdessen Release/Off, dann aus dem MenĂŒ Off Playback Values, und wĂ€hlen Sie nun das Playback aus.

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