Zum Hauptinhalt springen
Version: 14.0

Steuern der Wiedergabe

Sichern der Show#

Das Wichtigste wÀhrend des Programmierens, am Ende des Programmierens, und beim Beginn der Show, ist das Sichern der Daten. Ein Backup kann sowohl auf der internen Festplatte als auch auf einem USB-Stick gespeichert werden. Der USB-Stick empfiehlt sich insbesondere, um die Show auch auf ein anderes Pult transferieren zu können.

Das Pult beschriften#

WĂ€hrend der Show ist es wichtig zu wissen, was denn nun wo programmiert ist. Beschriften Sie Ihr Pult, entweder mit der elektronischen Beschriftung/Bemalung, oder mit Klebeband und Stift.

Master-Fader#

Auf den grĂ¶ĂŸeren Pulten gibt es einen eigenen Master-Fader, der insgesamt den Ausgang des Pultes (fĂŒr DimmerkanĂ€le) regelt. Normalerweise wird man diesen auf 100% stellen und nur zum gelegentlichen Ausfaden sĂ€mtlicher GerĂ€te verwenden.

In der Vorgabeeinstellung ist der Grandmaster deaktiviert und kann ĂŒber die Benutzereinstellungen aktiviert werden.

Das Pearl Expert hat darĂŒber hinaus getrennte Masterfader fĂŒr Playbacks, Presets, Swop- und Flashtasten.

Jeder Fader auf dem Pult kann auch als Masterfader fĂŒr verschiedene Funktionsbereiche verwendet werden:

  • Der Grand Master steuert die Dimmerpegel sĂ€mtlicher angeschlossenen GerĂ€te.

  • Swop/Flash-Master steuern die Helligkeit fĂŒr KanĂ€le bei Bedienung mit den Swop-/Flash-Tasten.
  • Der Preset-Master steuert die Helligkeit von KanĂ€len, die mittels der Preset-Regler (fĂŒr einzelne GerĂ€te, auf dem Pearl Expert) gesteuert werden.

  • Der Playback-Master steuert die Gesamthelligkeit von vorprogrammierten Playbacks.

Um einzelne Regler mit einer Master-Funktion zu belegen, öffnen Sie das System-MenĂŒ und wĂ€hlen Assign Masters. Ebenso geht dies per Record Create Master.

Als Voreinstellung haben Masterfader einen ‚Transparent Lock', d.h. werden auf alle Seiten eingeblendet, auf denen der betreffende Fader nicht belegt ist. Um dies zu Ă€ndern, wĂ€hlen Sie Options oder Options und die Auswahltaste des Masterfaders, und stellen wie gewĂŒnscht um.

Auf dem Arena bieten sich zudem die Dreh-Encoder beim kleinen Display etwa als Speed- oder Gruppen-Master an. Um diese Fader anzuwĂ€hlen, werden drĂŒcken sie gedrĂŒckt. Mit der Taste Display unterhalb der Encoder kann man die Anzeige so einstellen, dass die Belegung der Encoder angezeigt wird (mit dieser Taste wird durch vier Anzeigemodi durchgeschaltet).

Arena Miniscreen

Wird ein Master auf eine Taste mit LED gelegt, so blinkt diese, wenn der Master auf 0 steht -- als kleine Erinnerung, wenn man auf der Suche danach ist, warum gerade wieder alle Lampen aus sind...

Speed- und Size-Master#

Speed and Size Masters

Die einzelnen Playbacks lassen sich verschiedenen Speed- und Size-Masterreglern zuweisen; damit kann man das Tempo und die GrĂ¶ĂŸe von enthaltenen Shapes und Effekten zentral steuern, oder - im Fall von Chasern - direkt das Chase-Tempo beeinflussen.

Zur VerfĂŒgung stehen zwölf unterschiedliche Speedmaster (4 x Speed, 8 x BPM) sowie vier Size-Master. So kann man z.B. eined Ratemaster fĂŒr Positions-Shapes und einen anderen fĂŒr Dimmershapes verwenden.

Zum Zuweisen eines Playbacks zu einem Speed- oder Size-Master drĂŒcken Sie Options oder Options, wĂ€hlen das jeweilige Playback (blaue Taste oder SchaltflĂ€che), und drĂŒcken dann Effects und Speed Source bzw. Size Source. Folgende Optionen sind verfĂŒgbar:

  • Free Run (keine Steuerung ĂŒber Speed-Master -- Effekte laufen so schnell wie programmiert)

  • BPM 1-8 (das lokal eingestellte Tempo wird durch das Master-Tempo komplett ĂŒberschrieben)

  • Rate 1-4 (das lokal eingestellte Tempo wird durch den Master proportional vergrĂ¶ĂŸert/verringert)

  • LocalClock (Steuerung per Tap Tempo, das ggf. per Tastenprofil auf einen Button gelegt werden muss)

Ferner gibt es einen Rate Grand Master, der alle Chaser und Effekte proportional beeinflusst unabhÀngig davon, ob diese einem Rate- oder BPM-Master zugewiesen sind.

Um die Speed- bzw. Size-Master verwenden zu können, mĂŒssen diese auch jeweils auf einen Fader gelegt werden:

  1. DrĂŒcken Sie Record.

  2. DrĂŒcken Sie <Keys.SoftKey>Create Master</Keys.SoftKey>.
  3. WĂ€hlen Sie mit den MenĂŒtasten den gewĂŒnschten Master.

  4. DrĂŒcken Sie die Auswahltaste des Faders, auf den Sie die Masterfunktion legen wollen.

  • Beim Pearl Expert und beim Tiger Touch 1 drĂŒcken Sie Avo und Disk, um das System-MenĂŒ zu öffnen, und wĂ€hlen dort Assign Masters.

  • FĂŒr Speedmaster stehen auch gesonderte Tastenprofile zur VerfĂŒgung; BPM-Master haben als Vorgabewert die Takt-Taste (Tap Tempo).

Speed- und Size-Master können verschiedene Skalen (Wertebereiche) haben: 0-100%, 0-200% etc. So kann man z.B. mit der Skala 0-200% den Master auf Mittelstellung bringen (100%) und davon ausgehend die beeinflussten Effekte grĂ¶ĂŸer/schneller oder langsamer/kleiner machen. Die Skala wĂ€hlt man mit den Options oder Options des Masterreglers.

Optionen fĂŒr BPM-Master#

FĂŒr BPM-Master lassen sich Faktoren/Teiler einstellen, die bestimmen, wie das getappte Tempo auf die BPM-Rate konvertiert wird. Um dieses VerhĂ€ltnis zu Ă€ndern, drĂŒcken Sie Options oder Playback Options und wĂ€hlen den Masterregler aus, den Sie Ă€ndern möchten.

Normalerweise liegt die BPM-Rate auf dem Fader, eine der Tasten dient als Tap-Taste, und man kann die BPM-Rate numerisch eingeben und per blauer Select-Taste anwenden.

BPM-Master, Fader steuert BPM: BPM Master on playback

Mit der Option BPM On Fader/Multiplier on Fader steuert der Fader alternativ den Faktor/Teiler, und die BPM-Rate wird nur per Tap eingestellt.

BPM-Master, Fader steuert Teiler/Faktor: BPM Master multiplier on fader

Mit Multiplier Scale wird der Faderbereich fĂŒr den Faktor/Teiler eingestellt (von x2~/2 bis x32~/32).

Mit Keep Multiplier On Tap/Reset Multiplier On Tap lĂ€sst sich einstellen, dass beim erneuten Tappen der Faktor/Teiler wieder auf x1 zurĂŒckgesetzt wird.

Im Bereich 'Times' (Zeiten) der Benutzereinstellungen gibt es die Option "Compensate for Rate Grand Master": dies wird wirksam, sofern der Rate Grand Master aktiviert und auf weniger als 100% gestellt ist. Ist nun die Option aktiv und wird ein Tempo getappt, so wird genau dieses Tempo live ĂŒbernommen und nicht durch den reduzierten Grand Master verringert. Ist die Option dagegen deaktiviert, so wird ein getapptes Tempo durch den Rate Grand Master beeinflusst.

Master mit den Encodern steuern#

Es ist möglich, die Encoder mit Intensity-, Size-, Rate- und BPM-Mastern zu verbinden (connecten). DrĂŒcken Sie Cue (bzw. Connect), gefolgt von dem betreffenden Master, so lĂ€sst sich dieser mit dem Encoder sehr prĂ€zise steuern. Bei BPM-Mastern kann man außerdem noch den "Edge Sync" (zum genauen Abgleich auf den Beat) mit den Encodern einstellen.

Auch hierbei kann man die Werte durch Klicken im Attribut-Bereich des Displays verĂ€ndern. Ebenso steht mit den @-Tasten bei den Encodern das @-MenĂŒ zur VerfĂŒgung, mit dem man den gewĂŒnschten Wert numerisch eingeben oder mit Release wieder auf den vorher eingestellten Wert zurĂŒcksetzen kann.

Mittels Tastenprofilen (Key Profiles) kann man eine der Tasten als 'Connect' zum Verbinden mit der Steuerung definieren.

Playback-Gruppen#

Playbacks können in Gruppen zusammengefasst werden. Dies ist sinnvoll, wenn von mehreren Playbacks immer nur eins als aktiv angezeigt werden soll; wird ein anderes Playback in dieser Gruppe gestartet, werden alle anderen deaktiviert. Damit wird vor allem das spontane Showfahren mit den Executor-Buttons deutlich vereinfacht.

Details dazu siehe Playback Groups.

Gruppenmaster#

Jeder Gruppe von GerÀten kann ein Fader als Masterregler zugewiesen werden, der dann die Helligkeit aller GerÀte in der Gruppe beeinflusst. Dazu ist ganz einfach die Gruppe auf einen Speicherplatz mit Fader zu speichern (oder mit Move dorthin zu verschieben).

Die blaue Taste des Faders dient dann als Auswahltaste fĂŒr die Gruppe; hĂ€lt man sie gedrĂŒckt, kann man mittels der MenĂŒtasten GerĂ€te nach verschiedenen Mustern auswĂ€hlen.

Mittels Options oder Options, gefolgt von der entsprechenden Playback-Auswahltaste, kann man die genaue Arbeitsweise des Gruppenmasters wÀhlen:

  • Scale master (proportionale Steuerung). Dabei kann der Bereich auf 100%, 200%, 400%, 600% oder 1000% eingestellt werden. Damit lassen sich also auch grĂ¶ĂŸere Werte als gerade mit den Playbacks eingestellt erzielen.
  • HTP (ĂŒberschreibt den Pegel falls höher)
  • Limit (absolutes Limit)
  • Take Over (wenn mit dem Master die aktuellen Dimmerwerte getroffen werden, werden die GerĂ€te in den Programmierspeicher ĂŒbernommen)
  • Disabled (Master ist deaktiviert)

Gibt es einen Bildschirmbereich fĂŒr den als Gruppenmaster definierten Fader, so werden dort der aktuelle Wert und die Arbeitsweise angezeigt.

Group Master

Wird ein Gruppenmaster deaktiviert oder auf einen Speicherplatz ohne Fader verschoben, so wird der aktuelle Wert 'eingefroren'. Zum Reaktivieren verschieben Sie den Master zurĂŒck auf einen Fader.

Mittels Tastenprofilen (Key Profiles) kann man den Tasten eines Gruppenmasters verschiedene Funktionen zuweisen:

  • Flash Fixtures - blendet die Dimmer der in der Gruppe enthaltenen GerĂ€te auf, bis zum Pegel, der durch den Gruppenmaster vorgegeben ist.

  • Timed Flash - wie vor, unter BerĂŒcksichtigung der eingestellten Fadezeiten

  • Flash Master - blendet den Gruppenmaster auf 100% auf

  • Timed Flash Master - wie vor, unter BerĂŒcksichtigung der eingestellten Fadezeiten

  • Swop Fixtures - wie Flash Fixtures, aber alle anderen (nicht in der Gruppe enthaltenen) GerĂ€te werden auf 0 abgeblendet

Ist ein Flash-Master definiert, so steuert dieser auch den Flash-Pegel fĂŒr das Flashen der Gruppen-Master.

Mit Release, Release All Masters lassen sich alle Master auf einmal releasen. Das kann sinnvoll sein, wenn etwas durch einen Master gesteuert wird, aber unklar ist, durch welchen.

Scene Master#

Scene Masters

Der Scene Master gestattet es, etwa unter Verwendung des Visualisers komplette Szenen vorzubereiten (unter Verwendung von Cues, Paletten verschiedenen Zeiten etc.) und diese dann alle auf einmal zu starten.

Der Scene Master wird wie die anderen Master auch entweder per [Assign Masters] im System-MenĂŒ oder via Record, Create Master erstellt. Der Scene Master befindet sich zunĂ€chst im Live-Modus, womit alle Steuerungen wie gewohnt arbeiten (GerĂ€te auswĂ€hlen, Paletten anwenden, Playbacks starten etc.).

Scene Master (Live)

Zum Aktivieren des Preset-Modus drĂŒcken Sie die blaue Taste des Scene Masters. Daraufhin wird im Display die Funktion "Preset" angezeigt, und das Display des Master wird violett.

Scene Master (Preset)

Im Preset-Modus sind alle Steuerungen -- Starten von Playbacks, Go in Cuelisten, Anwenden von Paletten etc. -- nur im Visualiser sichtbar. Die dabei involvierten Playbacks, Paletten etc. werden ebenfalls violett hinterlegt.

Bewegt man nun den Scene Master, so wird der Output auf den so eingestellten Zustand ĂŒbergeblendet; dabei werden auch etwa mit einprogrammierte Zeiten (fĂŒr Cues oder Paletten) berĂŒcksichtigt. Hat der Fader 100% erreicht, so ist der Preset-Status komplett live, also ‚committet'. Ebenso lĂ€sst sich das Commit manuell per Tastendruck erreichen.

Normalerweise schaltet sich die Funktionsrichtung des Scene Masters um, sobald er einen Endpunkt (100% oder 0%) erreicht, so dass man einfach den nĂ€chsten Look einstellen, dann einfaden, und von neuem beginnen kann. Ebenso lĂ€sst sich einstellen, dass man den Fader jedes Mal erst wieder auf 0 bringen muss. Dies erreicht man ĂŒber Options oder

Options und wÀhlt den Scene Master. Es gibt folgende Optionen:
  • Auto Commit and Invert: damit wird jeweils beim Erreichen von 100% und 0% Faderstellung die (nĂ€chste) vorbereitete Szene live geschaltet und mit der nĂ€chsten Faderfahrt eingeblendet.
  • Auto Commit ist ganz Ă€hnlich, allerdings wird die nĂ€chste Szene immer nur bei 0% Faderstellung aktiviert, so dass man auch von 100% erst wieder herunterfaden muss.
  • Bei Manual Commit schließlich wird die Szene gar nicht per Fader aktiviert, sondern muss per Taste aktiviert werden, wozu eine entsprechende Funktion etwa mit der grauen Taste verknĂŒpft sein muss (ĂŒber Tastenprofile, s.u.). etwa mit den Tastenfunktionen [Commit Changes] (Szene aktivieren), [Commit Changes and Exit scene Mode](Szene Aktivieren und Preset-Modus verlassen) oder [Enters or Commits scene Mode] (Preset-Modus aktivieren oder Szene aktivieren).

Der Scene Master kann auch auf einer Taste oder einem Button im Display liegen. In diesem Fall dient die Kombination Avo + Scene Master bzw. Release + Scene Master zum Starten oder Verlassen des Preset Modus; einfaches BetĂ€tigen der Taste/des Buttons macht einen Commit. Der Status lĂ€sst sich im entsprechenden Fenster (z.B. Playbacks oder Static Playbacks) ĂŒberwachen.

Den Tasten des Scene Masters lassen sich verschiedene Funktionen per Tastenprofil zuweisen: Commit Changes (Szene aktivieren), [Commit Changes and Exit scene Mode](Szene Aktivieren und Preset-Modus verlassen) oder Enters or Commits scene Mode (Preset-Modus aktivieren oder Szene aktivieren).

  • Beim Pearl Expert und beim Tiger Touch 1 drĂŒcken Sie zum Zuweisen des Scene Masters Avo und Disk, um ins System-MenĂŒ zu gelangen, und wĂ€hlen dort Assign Masters.

Flash- und Swop-Tasten#

Die Flash- (Add) und Swop-Tasten bei jedem Regler dienen zum jederzeitigen Abruf von Cues und Chasern. Die Flash-Taste addiert dabei den jeweiligen Inhalt mit 100% zum sonstigen Output, wÀhrend die

Swop-Taste gleichzeitig alle anderen Cues/Chaser vorĂŒbergehend dunkeltastet (Solo-Funktion). Die Flash-Taste lĂ€sst sich auch in die Betriebsart 'Flash With Times' schalten: dann werden beim Flashen im Cue programmierte Zeiten berĂŒcksichtigt.

Die Funktionsweise der Tasten lĂ€sst sich mit den Key Profiles (Tastenbelegungen) - abĂ€ndern. Eine sinnvolle Alternative wĂ€re etwa 'Preload', womit die KanĂ€le der GerĂ€te bereits auf die entsprechenden Werte gestellt werden, bevor der Regler selbst bewegt wird, so dass z.B. keine Bewegungen 'im On' stattfinden (das geht nur fĂŒr GerĂ€te, die nicht gerade in anderen aktiven Cues/Chasern verwendet sind). Ebenso lassen sich die Funktionen 'Stop' und 'Go' fĂŒr Cuelisten und Chaser auf diese Tasten legen. Um die Tastenbelegung rasch zu Ă€ndern, halten Sie die AVO-Taste gedrĂŒckt und betĂ€tigen die Funktion Edit Key Profile. Das Sapphire Touch verfĂŒgt neben den grauen und blauen Tasten pro Fader auch ĂŒber eine schwarze Taste, deren Funktion ebenso eingestellt werden kann, und auch die virtuellen Fader können schwarze Tasten haben.

Playback Faders with key profiles applied

Im Touchscreen direkt oberhalb der Regler wird die aktuelle Tastenfunktion angezeigt.

PrioritÀt der Playbacks#

Einzelnen Playbacks lĂ€sst sich eine höhere PrioritĂ€t zuweisen, wenn sie nicht durch andere Playbacks, die die gleichen GerĂ€te verwenden, ĂŒberlagert werden sollen. Werden etwa ein paar GerĂ€te als Spot fĂŒr z.B. den SĂ€nger eingesetzt, sind aber ebenso in einem anderen Cue verwendet, so kann man die PrioritĂ€t fĂŒr den Cue ‚Spot' heraufsetzen, so dass der andere Cue darauf ohne Auswirkung bleibt.

Virtuelle Fader#

Werden mehr Fader benötigt und reichen dafĂŒr Fader auf dem Bildschirm aus, so kann das Fenster ‚Virtual Faders' hilfreich sein. Zum Öffnen drĂŒcken Sie zweimal auf View / Open und wĂ€hlen Virtual Faders.

Dieses Fenster zeigt 10 Fader, die genau wie die echten Fader verwendet werden können. Mit der Seitenumschaltung auf der linken Seite können auch diese Fader auf 60 Seiten umgeschaltet werden.

Virtual playbacks window

Mit den Fenstereinstellungen (das kleine Zahnrad anklicken) lassen sich weitere Einstellungen vornehmen:

  • Die Seitenumschaltung kann ein- oder ausgeblendet werden.

  • Die blauen, grauen und schwarzen Tasten können ein- oder ausgeblendet werden.

  • Es kann zwischen 5, 10 oder 15 Fadern gewĂ€hlt werden.

Feste Playbacks (Nur Tiger Touch)#

ZusĂ€tzlich zu den zehn Fadern am unteren Rand des Pultes finden sich auf dem Tiger Touch Pulten weitere zehn rechts oben. Diese haben normalerweise immer die gleiche Belegung, d.h. sie werden durch die Seitenwahl nicht umgeschaltet. Sie bieten sich somit an fĂŒr hĂ€ufig benötigte Cues, die Saalbeleuchtung, Blinder, oder die Nebelmaschine.

Es ist aber auch möglich, diese Fader auf Seiten umzuschalten. Dazu mĂŒssen entsprechende Makros auf Tasten zugeordnet werden. Sollten diese Makros auf dem Pult nicht zur VerfĂŒgung stehen, so muss die Personality-Bibliothek aktualisiert werden.

Verriegeln der Seitenumschaltung#

Mitunter möchte man einen Fader 'fixieren', so dass er unabhĂ€ngig vom Wechsel der Seiten stets verfĂŒgbar bleibt. Dies bietet sich z.B. an, wenn man ein paar allgemeine Cues hat, die auf jeder Seite benötigt werden, ohne dass man diese extra kopieren muss. Erreicht wird dies ĂŒber die Einstellung Handle Paging in den Options oder Options.

  • Locked (Verriegelt) blendet das betreffenden Playback auf sĂ€mtlichen anderen Seiten ein; was ggf. anderswo auf diesen Fader programmiert ist, ist damit nicht erreichbar.
  • Bei Transparent Lock erscheint das Playback an seinem Platz nur auf den Seiten, auf denen der Fader nicht schon anderweitig belegt ist.

Auch die Makrotasten, Executor-Tasten und festen Playbacks lassen sich verriegeln; dies bietet sich an, wenn man die Umschaltung per 'Page Change'-Makros verwendet.

Auch Masterregler lassen sich auf diese Weise von der Seitenumschaltung ausnehmen.

Anzeigen der aktiven Playbacks#

Im Fenster ‚Active Playbacks' werden die aktuell aktiven Playbacks/ SpeicherplĂ€tze angezeigt. Damit hat man einen schnellen Überblick, welche Cues gerade aktiv sind, wo sie gestartet wurden und welche Attribute dadurch gesteuert werden. Zum Aufrufen dieses Fensters drĂŒcken Sie zweimal auf View / Open und wĂ€hlen Active Playbacks, oder Sie nutzen die Tastenkombination View / Open + Off.

In der ersten Zeile jedes Buttons steht dabei, wo (in welchem Fenster/auf welchem Fader) das Playback zu finden ist. Die zweite Zeile zeigt die Bezeichnung des Playbacks, die dritte schließlich die gesteuerten Attribute.

Active Playbacks Windown

Klickt man eine der SchaltflÀchen an, so wird das betreffende Playback sofort deaktiviert. BetÀtigt man Playback Options, gefolgt von einer der Playback-SchaltflÀchen, so kann man die jeweiligen Parameter Àndern.

Blind-Modus#

Sollen noch schnell ein paar kleine Änderungen an Cues oder Paletten mit Hilfe des Visualisers vorgenommen werden, ohne den Live-Betrieb zu stören, lĂ€sst sich das Pult auch in den Blind-Modus schalten. Dazu drĂŒckt man die Taste Blind (Ă€ltere Pulte verfĂŒgen nicht ĂŒber diese -- in diesem Fall hĂ€lt man Avo gedrĂŒckt und wĂ€hlt den MenĂŒpunkt

Blind).

Um ein Playback zu ĂŒberprĂŒfen, muss man das Playback selbst Blind schalten. Dazu hĂ€lt man die Blind-Taste und drĂŒckt die blaue Playback-Taste. Um das Playback wieder Live zu schalten, geht man genauso vor. Playbacks können auch ĂŒber die Playback-Optionen Blind geschaltet werden.

Dabei kann von der eingestellten Blind-Stimmung sanft in den Live-Betrieb ĂŒbergeblendet werden, ohne dass man erst ein Playback speichern muss. Ebenso kann man im Blind die nĂ€chste Stimmung aus mehreren Paletten kombinieren und dann in diese einfaden. (Noch einfacher geht das mit dem Szenenmaster).

Um ĂŒberzublenden, tippen Sie mit den Zifferntasten die gewĂŒnschte Zeit in Sekunden ein und drĂŒcken die Blind-Taste.

Sind im Programmer Attribut-Zeiten gesetzt worden, so haben diese Vorrang vor der manuell eingegebenen Zeit.

Improvisieren (Busking) mit Paletten#

Hatten Sie nicht genĂŒgend Zeit zum Programmieren, werden Sie vermutlich wĂ€hrend der Show noch ein paar Effekte hinzufĂŒgen wollen. Damit wird das Ganze erst richtig interessant.

Sehr schnell lassen sich Ergebnisse erzielen, wenn man Paletten verwendet. Dabei lassen sich in Paletten auch Fadezeiten speichern, oder man gibt beim Palettenabruf eine Zeit vor.

  1. WÀhlen Sie einige der bereits verwendeten GerÀte aus.

  2. Geben Sie mit den Zifferntasten einen Wert wie z.B. 2 ein (Überblendzeit, in Sekunden).

  3. DrĂŒcken Sie die SchaltflĂ€che einer Palette, um sie aufzurufen.

  4. Die angewĂ€hlten GerĂ€te blenden nun in der angegebenen Zeit zu den Einstellungen der gewĂ€hlten Palette ĂŒber.

EnthĂ€lt eine Palette Zeitvorgaben, so kann man mittels Tastenprofil der PalettenschaltflĂ€chen bestimmen, ob diese Zeiten beim Improvisieren berĂŒcksichtigt werden sollen oder nicht. Dazu drĂŒcken Sie Avo+[Key Profiles], dann Palettes. Die möglichen Optionen sind [Palette is fired ignoring its times] und Palette is fired with its times. Manuell eingegebene Zeiten ĂŒberschreiben stets in der Palette gespeicherte Zeiten.

Wird manuell eine Überblendzeit eingegeben, lĂ€sst sich ebenso der 'GerĂ€teversatz' einstellen (mit MenĂŒtaste C Overlap... ). Damit lassen sich etwa Effekte wie 'Rollen' oder 'Abziehen' realisieren. Bei 'overlap'= 100% wechseln alle GerĂ€te gleichzeitig; bei 'overlap'=50% beginnt das zweite GerĂ€t mit dem Überblenden, sobald das erste zur HĂ€lfte damit fertig ist. Die Reihenfolge, in der die GerĂ€te wechseln, bestimmt sich aus der Reihenfolge, in der die GerĂ€te ausgewĂ€hlt wurden. Siehe Fixture Overlap fĂŒr weitere Details.

Eine so eingegebene Paletten-Fadezeit und Overlap gelten nur einmalig fĂŒr den unmittelbar nĂ€chsten Palettenabruf. Sollen bis zur nĂ€chsten Änderung Fadezeit und Overlap festgelegt werden, so erfolgt dies im  MenĂŒ Palettes: drĂŒcken Sie dazu die Taste Palette und geben Sie die gewĂŒnschten Werte mit den MenĂŒtasten Master Time und [Master Overlap] ein. Es gibt ferner etliche Macros fĂŒr die hĂ€ufig genutzten Werte, um Master Time und Master Overlap mit nur einem Tastendruck zu Ă€ndern, siehe Master-Zeit fĂŒr Paletten.

Wird eine Palette als 'Quick Palette', also ohne Auswahl von Fixtures oder Gruppen, aufgerufen, so wird sie wiederum durch den nĂ€chsten Cue ĂŒberschrieben (wird etwa eine grĂŒne Palette aufgerufen und danach ein blauer Cue gestartet, so werden die GerĂ€te blau). Werden dagegen erst GerĂ€te/Gruppen ausgewĂ€hlt und dann eine Palette aufgerufen, so wird sie im Programmierspeicher abgelegt und ĂŒberlagert alle folgenden Cues (wird also eine grĂŒne Palette aufgerufen, so bleiben die GerĂ€te grĂŒn, bis Clear gedrĂŒckt wird).

Beim Programmieren der Paletten empfiehlt es sich, z.B. alle Farbpaletten in einem Bereich, alle Positionspaletten in einem anderen Bereich zu gruppieren etc. Damit findet man sich spÀter besser zurecht.

Gilt es, eine Band zu beleuchten, so ist es hilfreich, sich fĂŒr jeden Musiker eine Positionspalette anzulegen, so dass man auch auf unangekĂŒndigte Solos schnell reagieren kann.

Die Off-Funktion ist nĂŒtzlich, um aus einem Cue z.B. nur die Position, aus einer anderen nur die Farbe etc. zu verwenden. Damit ergeben sich deutlich mehr Kombinationsmöglichkeiten, als wenn man stets sĂ€mtliche Attribute in einem Cue ablegt. Zu beachten ist dabei, dass man natĂŒrlich den Überblick ĂŒber den tatsĂ€chlichen Inhalt behalten muss: startet man etwa zwei Cues, die jeder nur die Farbe gespeichert haben, so ergibt das noch kein Licht.

Last updated on