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Version: 14.0

Zeiten für Cuelisten

Zeit- und Überblendoptionen für Cuelisten#

Zeiteinstellungen erfolgen stets für jeden Schritt einer Cueliste einzeln. Im Display wird angezeigt, welcher Schritt aktuell bearbeitet wird. Zum Auswählen des Schrittes dient Encoder A oder Select Cue Number aus dem Menü Edit Times.

Weitere Details zu Überblendungen und Geräteversatz sind den unten aufgeführten Diagrammen zu entnehmen.

  1. Drücken Sie Edit Times aus dem Hauptmenü, dann die Select-Taste der Cueliste.

  2. Zum Wechseln des zu bearbeitenden Schritts blättern Sie mit Encoder A durch die Liste der Schritte, oder drücken Select Cue Number, geben mit den Zifferntasten die gewünschte Schrittnummer ein und bestätigen das mit

    Enter.
    • Mit den Pfeiltasten zur Chaser-Steuerung (‚Chase Control') rechts neben der Connect-Taste lässt sich ebenfalls der aktive Schritt umschalten.

    • Man kann auch eine ganze Reihe von Schritten auswählen, um deren Zeiten gleichzeitig zu ändern: nutzen Sie dazu Encoder B, oder markieren Sie diese im Fenster Playback View.

  3. Stellen Sie die Zeiten wie gewünscht ein.
    • Um die Verzögerung zwischen dem Betätigen der Go-Taste und dem tatsächlichen Start des Schrittes einzustellen, drücken Sie [Delay In], geben die gewünschte Zeit in Sekunden ein, und drücken

      Enter.
    • Zum Einstellen der Einblendzeit betätigen Sie Fade In, geben die Zeit in Sekunden ein, und drücken Enter. Diese Zeit gilt sowohl für HTP- als auch für LTP-Kanäle.

    • Die Ausblendzeit des Schrittes ist zunächst gleich der Einblendzeit. Zum Ändern der Ausblendzeit drücken Sie Fade Out, geben die Zeit in Sekunden ein, und drücken Enter. Um wieder den gleichen Wert wie die Einblendzeit zu erhalten, löschen Sie die Ausblendzeit und lassen das Eingabefeld leer. Die Ausblendzeit beginnt, sobald der nächste Cue gestartet ist. Wird sie z.B. auf 1 Sek. gestellt, so wird mit dem Start des nächsten Cues dieser ein- und der alte in 1 Sek. ausgeblendet.

    • Die Ausschaltverzögerung (Delay Out) wird üblicherweise verwendet, wenn der nächste Schritt automatisch nach diesem folgen soll, und bestimmt die Zeit bis zum Start/Einblenden des folgenden Schritts. Damit würde der vorherige Cue zunächst ausblenden, und der nächste Cue erst nach der Verzögerung einblenden.

Schrittfolge und Versatz#

Schritte in Cuelisten können miteinander verbunden werden, womit sich komplexe automatische Sequenzen realisieren lassen. Die Optionen werden mit den Funktionstasten eingestellt und umfassen:

Link OptionAction
 Link Wait For Go'Warten auf Go': der Schritt wartet auf das Betätigen der Go-Taste und startet dann sofort; ein Versatz zwischen Schritten ist nicht möglich.
 Link After Previous Cue'Start nach vorigem Schritt': der Schritt startet, wenn der vorige seine Warte- und Überblendzeiten durchlaufen hat. Zusätzlich lässt sich ein Versatz (Offset) eingeben, als Verzögerung zwischen dem Ende des vorigen und dem Start des neuen Schritts. Der Versatz kann entweder in Sekunden, oder als Prozentsatz der Überblendzeit des vorigen Schrittes, eingegeben werden.
 Link With Previous Cue'Start mit dem vorigen Schritt': der Schritt startet gleichzeitig mit dem vorigen. Ein Versatz (Offset), anzugeben in Sekunden oder in Prozent der Überblendzeiten des vorigen Schrittes, bestimmt die Verzögerung zwischen den Schritten.

Cue List Linking Diagram

Mit diesen Optionen lassen sich komplexe automatische Abläufe von einzelnen Schritten realisieren. Ist etwa folgender Effekt gewünscht:

  • Nach Druck auf Go blendet Gerät 1 über 20s ein

  • Nach 10s blendet Gerät 2 über 15s ein

  • Beide Geräte bleiben für 5s an

  • Beide Geräte blenden über 3s aus

so könnte man das wie folgt programmieren:

  • Cue 1: Gerät 1 @ 100%, Fade In 20s, Link Wait For Go
  • Cue 2: Gerät 2@ 100%, Fade In 15s, Link With Previous, Link Offset 10s
  • Cue 3: Geräte 1 und 2 @ 0%, Fade Out 3s, Link After Previous, Link Offset 5s

Für einen Effekt, der als 'Cue Overlap' (Schritt-Überlappen) in früheren Versionen verfügbar war, verwenden Sie Link With Previous Cue, und geben den Versatz (Offset) in % an. Link Offset = 100% ergibt ein 'Overlap' von 0% und umgekehrt.

Individuelle Einblendzeiten für Attribute#

Für jede Attributgruppe IPCGBES lassen sich getrennte Einblendzeiten vergeben. Ebenso lässt sich bestimmen, für welches Gerät diese Zeit gilt. So lässt sich etwa bestimmen, dass die Position in 2s wechselt, der Farbwechsel aber 10s dauert.

Zusätzlich lassen sich auch pro einzelnem Attribut unterschiedliche Zeiten vergeben, so dass etwa Pan (Schwenken) anders als Tilt (Neigen) überblendet.

Zum Vorgeben von Zeiten für Attributgruppen öffnen Sie zunächst das Menü

Edit Times, gehen zu dem Schritt, den Sie bearbeiten möchten, und drücken G Next, um auf die nächste Optionsseite umzuschalten. Siehe [voriger Abschnitt](#zeit--und-überblendoptionen-für-cuelisten).
  1. Drücken Sie C Attribute times.

  2. Damit werden sämtliche Geräte in dem Schritt angewählt. Wollen Sie die Zeiten nicht für alle Geräte einstellen, so ändern Sie jetzt die Selektion. Dazu können Sie die Taste All (unterhalb von \<Next Time>) benutzen, um alle Geräte anzuwählen, oder AVO+All, um alle abzuwählen.

  3. Drücken Sie die Auswahltaste der gewünschten Attributgruppe.

  4. Drücken Sie <Keys.SoftKey>Delay</Keys.SoftKey> zum Einstellen der <strong>Verzögerung</strong>, oder
    Fade zum Einstellen der Überblendzeit. Mit Use Globalentfernen Sie die individuellen Zeiten wieder und kehren zu den normalen/allgemeinen Zeiten für den Schritt zurück.

Nutzen Sie Individual Attributes zur Vergabe von Zeiten für einzelne Attribute aus einer Gruppe, etwa für ‚Pan' aus der Gruppe ‚Positions'. Gleiches lässt sich mit dem Fenster Cue View realisieren.

Fixture Overlap - Geräteversatz#

Mit Fixture Overlap - Geräte-Überlappung - werden Änderungen von einem Cue zum nächsten auf die einzelnen Fixtures nacheinander statt gleichzeitig angewendet. Genauer ist dies in Einstellen von Überblendzeiten und Geräteversatz erläutert.

Steuern einer Cueliste per Timecode#

Recording Timecode

In den Titan-Pulten lässt sich auch Timecode zum Steuern einer Cueliste verwenden. Dies ist hilfreich etwa bei komplexen Shows, die stets absolut zeitgenau laufen müssen, oder bei unbeaufsichtigten Abläufen. Dabei wird jedem Schritt der Cueliste eine Startzeit zugeordnet, zu der er beginnen soll.

Es können vier getrennte Timecode-Quellen definiert werden. Für jede kann der Timecode selbst aus der Systemuhr stammen, intern generiert oder per MIDI, je nach Pult SMPTE oder Winamp eingespeist werden. Der interne Timecode ist besonders hilfreich beim Programmieren einer Show, die später von einem externen Timecode gesteuert werden soll.

  1. Connecten Sie die Cueliste, für die Sie den Timecode aktivieren möchten.
  2. Wählen Sie Timecode aus dem Hauptmenü.

  3. Wählen Sie mit Menütaste A Timecode 1, 2, 3 oder 4, und mit  Taste B die Timecode-Quelle.

  4. Drücken Sie Record.

  5. Starten Sie die Timecode-Quelle. Nutzen Sie den internen Timecode, so drücken Sie jetzt Play, um ihn zu starten.

  6. Betätigen Sie die rote Go-Taste, um jeden Schritt zum gewünschten Zeitpunkt zu starten.

  7. Drücken Sie Record, um den Vorgang abzuschließen.

Zur Wiedergabe einer Timecode-gesteuerten Cueliste drücken Sie im Timecode-Menü Connected Cue Lists und wählen die gewünschte Cueliste aus. Dann drücken Sie Timer Disabled/Enabled, um den jeweiligen Timecode-Eingang zu aktivieren.

Sobald nun der Timecode läuft (bei internem Timecode drücken Sie dazu auf Play), wird jeder Schritt der Cueliste zur programmierten Zeitmarke gestartet.

Zum Ändern einzelner Timecode-Zeiten klicken Sie entweder in der Playback-Ansicht in die entsprechende Zelle und geben die korrekte Zeit mit den Zifferntasten ein, oder Sie drücken Edit Times, wählen den zu ändernden Cue aus, wechseln mit Next auf die dritte Menüseite und ändern dort den Wert bei Timecode = .

Playback View Window showing timecoded cues

Beim Ändern einer Zeit lassen sich mit Encoder B mehrere Schritte auswählen. Mit den Menütasten lassen sich weitere Zeitänderungen vornehmen: gibt man bei Offset = einen Wert ein, so kann man mit

Add + ... bzw. Subtract - alle gewählten Zeitmarken um diesen Wert nach vorn oder hinten verschieben.

Zur Kontrolle des anliegenden Timecodes lässt sich jeweils für Timecode 1 bis 4 ein extra Fenster öffnen: drücken Sie zweimal auf View / Open und dann auf Timecode x (wobei das x für eine Zahl 1 bis 4 steht).

Timecode 1 Workspace Window

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